Das Abzeichen des Freistaats weist die Ehrenamtlichen der Sicherheitswacht als Amtsträger aus. Foto: mm-Archiv
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Das Abzeichen des Freistaats weist die Ehrenamtlichen der Sicherheitswacht als Amtsträger aus. Foto: mm-Archiv

Freiwillige gesucht

Sicherheitswacht: Vaterstetten sucht Aufpasser

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Sie sollen neben Polizei und Ordnungsamt dabei helfen, Vandalismus und Störereien im Ort im Griff zu behalten: die ehrenamtlichen Aufpasser der Sicherheitswacht. Für Vaterstetten werden nun Freiwillige gesucht.

Jetzt wird es konkret: Die Polizei ruft die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Vaterstetten auf, sich ehrenamtlich bei der neuen Sicherheitswacht zu engagieren. Der Gemeinderat Vaterstetten hatte das Projekt im Juli beschlossen (wir berichteten).Dem danach folgenden Antrag des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, auf vorerst fünf Angehörige der Sicherheitswacht Vaterstetten, hat das bayerische Staatsministerium des Inneren inzwischen zugestimmt.

Beschluss des Gemeinderates im Juli

Nun beginnt die Bewerbungsphase. In der Wachstumsgemeinde Poing gibt es bereits eine Sicherheitswacht mit fünf Stellen. Damals hatten sich um diese Positionen doppelt so viele Interessierte beworben, wie der Leiter der Polizeiinspektion Poing, Helmut Hintereder, auf EZ-Nachfrage mitteilte.

In Vaterstetten hatte die Gemeindeverwaltung in jüngster Zeit vermehrt Probleme in der Kommune mit Ordnungsstörungen und Vandalismus wie am Parkhaus oder an der ehemaligen Mittelschule registriert. Mitglieder einer Sicherheitswacht würden dabei helfen, in Zusammenarbeit mit der Polizei dem vorzubeugen. Auskunftserteilungen und kleinere Hilfestellungen für den Bürger gehören dabei ebenfalls zum Arbeitsalltag der Sicherheitswacht. Deren Mitglieder sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und sollen allein schon durch ihre Präsenz die Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger verbessern. Im Regelfall informiert die Sicherheitswacht bei verdächtigen Wahrnehmungen über das Handsprechfunkgerät die Polizei.

Ausbildung startet im Oktober

Aus der Reihe der Interessierten werden geeignete Bewerber ausgesucht. Bevor die künftigen Sicherheitswächter jedoch ihren Dienst antreten können, muss eine Ausbildung absolviert werden. Vorgesehen sind im Oktober insgesamt 40 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis. Neben der Unterweisung in die Organisation der Polizei und den Aufgaben der Polizeiinspektionen, gilt es vor allem die eigenen Befugnisse kennenzulernen und diese taktisch und psychologisch richtig anzuwenden.

Die Themen Datenschutz, Waffenrecht, Strafrecht und natürlich auch die Eigensicherung stehen auf der Agenda. Der richtige Umgang mit dem Digitalfunk will ebenfalls erst einmal gelernt sein.

Bürger mit Verantwortungsgefühl und Zivilcourage können sich bei der Polizei in Poing, Telefon: (0 81 21) 99 17-0, oder über das Kontaktformular im Internet bewerben. Einstellungsvoraussetzungen sind: Mindestens 18 und höchstens 62 Jahre alt, abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung sowie Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft.

Fünf Stunden Einsatz pro Monat

Bewerber müssen laut Polizei bereit sein, für die Aufgabe mindestens fünf Stunden monatlich zur Verfügung zu stehen und am Einsatzort oder in der näheren Umgebung wohnen.

Weitere Informationen

im Internet unter www.sicherheitswacht.bayern.de

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