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Kopfüber an der Decke: Elektromagnete an den Füßen machen es möglich.

So macht Physik Spaß

Gymnasium Vaterstetten: Kopfüber an der Decke

Kurioses und Spektakuläres im Atrium des Gymnasiums Vaterstetten: Eine Banane als Hammer, Feinstaubexpolsionen und ein Schüler, der an der Decke läuft, mit dem Kopf nach unten.   

Vaterstetten – Die Feuerwehr stand bereit, als die Schüler des Humboldt-Gymnasiums im voll besetzten Atrium eine Feinstaub-Explosion verursachten. Doch keine Angst: Es ist nichts passiert und es handelte sich auch nicht um einen Streich, sondern um einen von vielen spektakulären Programmpunkten der Veranstaltung „Atemberaubende Experimente – Die Show“.

Die Teilnehmer des P-Seminars „Wunderbare Physik“ sorgten an diesem Abend für so manchen Aha-Effekt. „Eineinhalb Jahre haben wir darauf hingearbeitet und unser Konzept mehrmals umgeworfen“, erzählte Madeleine Lösch, die zusammen mit Marlon Müller die Projektleitung übernommen hatte

Die 15 Seminarteilnehmer und ihr Lehrer Christian Pecho hatten sich nicht nur die Experimente für die Show selbst überlegt, sondern sich auch um das Drumherum wie Werbung, Sponsorensuche und Materialbeschaffung gekümmert. „Wir haben alles selbst gebaut, waren sogar in den Ferien aktiv und sind so ziemlich in jeder Probe in den Baumarkt gefahren“, berichteten die Zwölftklässler.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die abendfüllende Show war im Stil der TV-Sendung „Knoff-hoff-Show“ gehalten, nur frischer und moderner. Es gab optische Illusionen, Mülltonnen, die Luftkringel durch das Atrium schweben ließen, und eine schiefe Ebene, auf der eine Kugel wie in Zeitlupe hinunter kroch: Honig und eine zweite Kugel in der Kugel machten es möglich. Eine Banane wurde zum Hammer umfunktioniert, der Nagel ins Holz getrieben und die Banane blieb ganz. Wie das ging? Das Zaubermittel hieß Stickstoff. Die vielen Kinder im Publikum standen Schlange, um von dem in Stickstoff gebadeten Popcorn zu kosten – es dampfte so schön aus dem Mund. Die Schüler ließen eine Regentonne implodieren, machten Schallwellen sichtbar und zeigten mit „Kitchen Physics“ Experimente im Stil einer TV-Verkaufssendung.

Großen Dank richtete Moderator Daniel an die Freiwillige Feuerwehr Vaterstetten, die an diesem Abend eigentlich ihre Mitgliederversammlung abhielt, aber dennoch eine Abordnung in die Schule geschickt hatte. Denn sonst hätte die Show nicht stattfinden dürfen.

Den absoluten Höhepunkt des Abends gab es zum Schluss: Ein Schüler schnallte sich Elektromagnete mit hoher Tragkraft unter seine Schuhe und kletterte auf einer Leiter hoch zu einer Traverse, die quer über die Galerie im ersten Stock des Atriums montiert war. An dieser Traverse gab es eine Metallplatte und plötzlich hing der junge Mann kopfüber über dem Publikum, gehalten nur von seinen magnetischen Schuhen, mit denen er die Metallplatte berührte. Natürlich gab es auch noch ein Sicherungsseil und dicke Matten am Boden, doch die wurden zum Glück nicht gebraucht. Das Experiment gelang perfekt und wurde mit tosendem Applaus belohnt. Von Susanne Edelmann

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