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Ein Doppelgänger von Robert Niedergesäß? In einem Kriminalfilm taucht ein unscheinbarer Mann auf, der an den Landrat des Landkreises Ebersberg erinnert. 

Kurioses Video 

Startet der Ebersberger Landrat eine neue Karriere? 

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Will Landrat Robert Niedergesäß Schauspieler werden? Wir haben ihn gefragt, aus gutem Grund. 

Vaterstetten – Ist Landrat Robert Niedergesäß Schauspieler? Eine Frage, die es sich aus gutem Grund zu stellen gilt. Nein, nicht, weil er Politiker ist, dazu später. Sondern, weil er in einem Kriminalfilm auftaucht. In „Bierleichen. Ein Paschakrimi“ (ARD/BR). Der aufmerksame Zuschauer, der den Landrat aus Vaterstetten kennt, wird bei einer Szene stutzig. Ab Minute 34 (nachzuschauen in der Mediathek) tritt Niedergesäß auf eine Bühne – blauer Anzug, Einstecktuch, helles Hemd, das trägt er in der Tat gerne – und flirtet mit einer jungen Frau im Dirndl. Noch ein Foto und weg ist er wieder.

Ebersberger Zeitung stellt den Landrat zur Rede

Die Ebersberger Zeitung stellt den Landrat zur Rede. Strebt der CSU-Politiker heimlich eine Schauspielkarriere an? Will er den Landratsposten vielleicht an den Nagel hängen? „Das bin ich nicht“, sagt Niedergesäß, als er mit der Szene, in der er auftreten soll, konfrontiert wird. Keine Schauspielkarriere, seine Arbeit als Landrat mache immer noch Spaß, sagt er. Es ist ein Laienschauspieler. Dieser gehe in die Nähe der Ähnlichkeit, ein Doppelgänger sei er aber auf keinen Fall, betont Niedergesäß. Klar, der Anzug, das passe, überlegt er. Die Haare – der Schauspieler hat sie etwas länger – passen zur Zeit nicht, Niedergesäß trägt seit seinem Urlaub eine etwas kürzere Frisur. Und einen Sommerbart. Die Stirn sei aber wieder ähnlich, gesteht der Landrat ein, aber die Augen, „die Augen sind ganz anders“.

Hier geht‘s zur ARD-Mediathek und„Bierleichen. Ein Paschakrimi“

Es lässt sich wohl lange und humorvoll darüber streiten, wie ähnlich sich der Komparse und der Landrat schauen – oder nicht. Auch im Landratsamt wurde darüber diskutiert. Zwar sei Niedergesäß weder Schauspieler, noch strebe er das an, muss aber als Politiker schauspielerische Fähigkeiten haben, wie er zugibt. Deshalb, weil er in verschiedenen Situationen, verschieden auftreten müsse, ernst, locker, humorvoll. Es dürfe aber nicht aufgesetzt sein, es müsse authentisch bleiben.

Schauspieler? Nicht abwegig

Dass Niedergesäß Schauspieler wird, ist übrigens nicht so abwegig. Er wollte eigentlich Pfarrer werden, ein solcher sei auch in Teilen Schauspieler, sagt Niedergesäß. Das Zölibat habe ihn gehindert. Und: Als Schüler wurde Niedergesäß vom Sportlehrer als Schauspieler bezeichnet. Er denkt kurz nach. „Schauspieler hätte mir eigentlich wirklich gefallen“, sagt er.

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