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Rund um das Rathaus (oben rechts) könnte das Fest auf den grün markierten Flächen stattfinden.

Neues Konzept

Straßenfest Vaterstetten ganz in Grün

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Mit einem neuen Konzept will das Rathaus Vaterstetten dem in die  Kritik  geratenen Straßenfest neuen Schwung geben. Erste Ideen für ein „Greenery Street Festival“ wurden jetzt vorgestellt.

Vaterstetten – Das grüne Hemd fällt auf, das Kay Rainer in der Sitzung des Finanzausschusses trägt. Er ist der neue Sachgebietsleiter im Rathaus Vaterstetten für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen. Rainer will beim in die Kritik geratenen Straßenfest der Kommune richtig Gas geben. „Vaterstetten Greenery Street Festival“, so der Arbeitstitel für das runderneuerte Konzept für die Veranstaltung, die heuer am Samstag, 22. Juli, stattfinden soll. Das Hemd ist also Programm. Das spezielle Grün sei die neue Farbe des Jahres 2017, symbolisiere Neuanfang und neues Leben. Einen entsprechenden „Livestile“ soll es auch für Veranstaltungen die Gemeinde Vaterstetten geben, speziell beim Straßenfest. Bürgermeister Georg Reitsberger will ebenfalls den Ort, der öfter als „Schlafgemeinde“ bezeichnet werde, wohl aufwecken und ist gespannt auf die weitere Planung.

Ein Antrag der Fraktion der Grünen hatte das Thema auf die Tagesordnung des Ausschusses gebracht. Der englische Arbeitstitel „greenery“ solle jetzt aber nicht als „leichte Schleimspur“ für die Antragsteller verstanden werden, betonte Rainer. Reaktion von Grünen-Fraktionssprecher Axel Weingärtner: „Sie sind auf dem richtigen Weg.“

Das Konzept sei noch nicht fertig, so Rainer. „Wir sind gerade erst am erarbeiten.“ Was er jetzt im Ausschuss vorstellte, seien „erste Ideen“. Aufgenommen werden soll jedoch der Vorschlag der Grünen, beim Festkonzept zurück zu den Wurzeln zu gehen und die örtlichen Vereine mit ins Boot zu holen. „Wichtig ist das Vertrauen wieder herzustellen.“ In der Vergangenheit hatten sich örtliche Organisation teilweise enttäuscht vom Straßenfest zurück gezogen.

Stände von Gewerbetreibenden will Rainer beim Fest weiterhin dabei haben, jedoch den Schwerpunkt auf örtliche Betriebe setzen. CSU-Gemeinderat Michelino Capezzuto, selbst Handwerker in der Gemeinde, riet Rainer, Kontakt mit dem Gewerbeverband aufzunehmen. Und Renate Will (FDP) verwies auf die Veranstaltung „Zorneding feiert“ des dortigen Gewerbeforums in der Nachbargemeinde.

Ein Ansatz wäre laut Rainer, das Fest um das Gelände um das Rathaus zu begrenzen und den westlichen Teil der Wendelsteinstraße nicht zu belegen. Stattdessen solle der Rathaushof und das Gelände hinter dem Winkelbau intensiver genutzt werden. Überlegt wird, ein eigener Bereich für einen Künstlermarkt, dazwischen möglicherweise Flohmarktstände. Hier sieht Rainer die beliebte Münchner Veranstaltung „Tollwood“ als Vorbild. Auch für die kleineren Gäste soll es einen eigenen Bereich geben, möglicherweise eine Art „Kinderparadies“ auf dem Vorplatz der Kirche.

Zusätzlich wird darüber nachgedacht, den Lichthof des Rathauses wieder als Veranstaltungsraum zu nutzen. Dort könnte es unter anderem Musik in Club-Atmospäre geben. Möglicherweise könnte dafür DJ John Munich sorgen, der Sohn von Udo Jürgens. Der habe schließlich auch einmal in der Gemeinde gewohnt, so Rainer. Probleme mit dem Brandschutz hatten jedoch in der jüngsten Vergangenheit größere Veranstaltungen im Lichthof unmöglich gemacht. Inzwischen wurde allerdings umgebaut. „Wir müssen da intern in der Verwaltung noch einiges klären“, so Rainer. „Ideen sind da, aber noch nicht spruchreif.“ Eine Idee ist, das „grüne Motto“ des Festes in einen Wettbewerb für die Gäste münden zu lassen. Vorgesehen ist ein Preis für den am besten gekleideten „Greeny“.

Josef Mittermeier (SPD) fragte, ob es nicht sinnvoll sei, das Fest ehrenamtlich zu organisieren, wie dies beispielsweise in Poing der Fall sei, also „von Bürgern für Bürger“. Das könne man doch versuchen „peu a peu“ umzusetzen. Diesen Ansatz hatte es in Vaterstetten schon einmal gegeben. Das ehrenamtliche Team hatte die Organisation jedoch niedergelegt, weil es sich vom Rathaus zu wenig unterstützt sah. Josef Schmid (CSU) will jetzt zunächst Kay Rainer seine Arbeit machen lassen. „Der macht einen guten Eindruck, der deichselt das schon.“

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