1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Vaterstetten

Nachhaltiger und massiv: Bei Baldham soll neue Tennishalle entstehen

Erstellt:

Von: Robert Langer

Kommentare

Leere Tennishalle.
Zwischen Zorneding und Baldham soll eine neue Tennishalle entstehen. © dpa

Die neue Tennishalle bei Baldham soll nachhaltiger und massiver werden. Dafür aber auch deutlich teurer als noch vor einigen Monaten geplant.

Vaterstetten – Deutlich teurer als noch vor einigen Monaten geplant könnte die neue Tennishalle des SC Baldham Vaterstetten mit zwei Plätzen werden. Denn statt einer Traglufthalle soll auf dem Grundstück zwischen Baldham und Zorneding nun ein Massivbau entstehen. Bisher wurde mit rund 600 000 Euro gerechnet, nun sollen es rund 1,2 Millionen Euro sein.

Die höheren Gesamtkosten sollen sich jedoch über geringere Energiekosten über die Jahre rechnen.

Das Projekt soll unter anderem durch einen verzinslichen Kredit der Gemeinde Vaterstetten sowie einem Zuschuss der Kommune finanziert werden. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

Michael Niebler: „Großer Respekt für das Durchhaltevermögen.“

Das Vorhaben ist grundsätzlich nicht umstritten. Es sei für den Jugendtennissport von zentraler Bedeutung, so Michael Niebler (CSU) in der Sitzung. Und er betonte: „Großer Respekt für das Durchhaltevermögen.“ Denn das Projekt hat bereits eine längere Vorlaufzeit.

Ende Mai vergangenen Jahres hatte dann der Gemeinderat beschlossen, das Vorhaben des Vereins finanziell zu unterstützen. Damals ging es noch um eine Traglufthalle. Es gab aber den Wunsch, noch einmal über das Thema Energie nachzudenken.

Es geht zwar um einen Verein aus der Großgemeinde Vaterstetten. Das Gelände an der B 304 liegt aber auf Zornedinger Flur. Deshalb ist baurechtlich auch die Nachbargemeinde zuständig. Dessen Gremium stimmte Mitte vergangenen Jahres zu, unter der Auflage, ein Energiekonzept auf Basis erneuerbarer Energie vorzulegen. Auch der Punkt Verkehr ist wegen der Zufahrt ein Thema.

Energieberater: Massive nachhaltigere Halle sinnvoller

Aus den vom Verein vorgelegten Unterlagen geht hervor, dass die Verantwortlichen einen Energieberater eingeschaltet haben. Zusammenfassend sei dem SCBV dringend von der Aufstellung einer Traglufthalle abgeraten worden. Der außergewöhnlich hohe Energieverbrauch und die daraus resultierenden Betriebskosten seien unabhängig von der verwendeten Energiequelle bei absehbar steigenden Energiekosten weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Es werde dringend geraten, stattdessen die höhere Investition in eine wesentlich nachhaltigere massive Halle zu tätigen, deren Energiebedarf bei nur rund 25 Prozent der Traglufthalle liegen würden. Zudem spreche die längere Lebensdauer, die Qualität der Bausubstanz, das geringere Risiko von Schäden durch abbrechende Äste umliegender Bäume, durch Sturm oder Schnee und der höhere Schutz gegen Vandalismus deutlich für eine massive Halle.

Verein: Wenn es wirtschaftlich machbar sei, „werden wir das machen“.

Grünen-Gemeinderat Felix Edelmann betonte in der Sitzung die Forderung seiner Fraktion nach energetischer Nachhaltigkeit des Projektes. Angesprochen wurde in der Debatte unter anderem die Möglichkeit, Photovoltaik auf dem Dach zu installieren. Zu allen möglichen Vorschlägen in Richtung Nachhaltigkeit heißt es vom Verein: Wenn es wirtschaftlich machbar sei, „werden wir das machen“. Nun gehe es aber zunächst darum, ob der Verein weiter planen könne. Aus Zorneding war im November ebenfalls ein positives Signal gekommen (wir berichteten).

Nach dem vorgelegten Investitionsplan sind für Vorhaben Kosten von rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Eingesetzt werden sollen Eigenmittel und Spenden des Vereins von etwa 70 000 Euro. Vorgesehen ist zudem ein Zuschuss des Landessportverbandes von rund 190 000 Euro. Hinzu kommt ein Förderdarlehen des BLSV von rund 95 000 Euro.Von der Gemeinde sind ein Investitionskostenzuschuss von 150 000 Euro sowie ein Darlehen von voraussichtlich rund 696 000 Euro (Laufzeit 20 Jahre) aufgeführt.

Noch mehr Nachrichten aus der Region Ebersberg lesen Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Ebersberg-Newsletter

Auch interessant

Kommentare