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Literaturexpertin Ulrike Wolz in ihrem Element: umgeben von Büchern. 

Buchexpertin Ulrike Wolz stellt in Vaterstetten  Roman-Neuerscheinungen vor

Vorleserin im Buchladen vor großer Runde

Wieder einmal war der Buchladen Vaterstetten bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorleserin Ulrike Wolz dort ausgewählte Roman-Neuerscheinungen vorstellte.

Vaterstetten– Die Geschichten entführten ihre Zuhörerschaft dabei nach Paris, Norwegen, England, Kanada, Kuba und in viele weitere Länder. „Fünf Tage in Paris“ von Tatiana de Rosnay handelt von einer Familie, die zu einem 70. Geburtstag in Paris zusammentrifft. Während der ganzen Zeit regnet es in Strömen und im Hochwasser werden auch etliche bis dahin sorgsam gehütete Familiengeheimnisse an die Oberfläche gespült.

Geschichte einer Bergarbeiterfamilie

Eine Familiengeschichte der ganz anderen Art ist „Niemals ohne sie“ von Jocelyne Saucier. Hier geht es um eine Bergarbeiterfamilie mit 21 Kindern in Kanada, die zwar arm, aber doch zufrieden lebt, bis eines der Kinder verschwindet. Daran zerbricht die Familie und trifft sich erst 30 Jahre später, um das Geschehen gemeinsam aufzuarbeiten. „Diesen Roman vergessen Sie nicht so schnell“, versicherte Wolz.

Die Glocke am See

In einem abgelegenen Tal in Norwegen anno 1880 spielt „Die Glocke am See“ von Lars Mytting. In diesem ersten Band einer Trilogie spielt eine historische Stabkirche mit Zwillingsglocken eine wichtige Rolle. „Ein wunderbarer Schmöker und spannender Historienroman“, so Wolz’ Urteil.

Der Sommer meiner Mutter

Etwas zwiespältig war die Literaturexpertin hingegen bei Ulrich Woelks „Der Sommer meiner Mutter“, wie sie bekannte: „Ich selbst war nicht so überzeugt, viele andere waren hingegen begeistert.“ Der Roman spielt in den 1960er Jahren bei Köln und ist aus der Sicht des elfjährigen Tobi geschrieben, der von den Erlebnissen eines Sommers erzählt, an dessen Ende der Selbstmord seiner Mutter steht. „Der Roman handelt von einer Zeit, als vor allem die Welt der Frauen im Umbruch war“, so Wolz.

19-Jähriger liebt ältere Frau

Ebenfalls in den 60er Jahren, allerdings in einer verklemmten englischen Kleinstadt, ist „Die einzige Geschichte“ von Julian Barnes angesiedelt. Darin verliebt sich ein 19-Jähriger in eine deutlich ältere verheiratete Frau.

Seiner Liebe bleibt er auch treu, als er entdeckt, dass die Frau manisch-depressiv und Alkoholikerin ist. „Ein Roman über eine große Liebe, der mich unglaublich beeindruckt hat. Ganz große Literatur“, schwärmte Wolz.

Insgesamt zehn Romane stellte Wolz an diesem Abend vor.

VON SUSANNE EDELMANN

Lesen Sie dazu auch: Der Geschichte mit Haut und Haar verfallen

Ebenfalls zum Thema Bücherei in Vaterstetten: Abschied nach über einem Jahrzehnt

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