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Stammt aus den 1970er-Jahren. Das Rossini-Zentrum in Baldham gegenüber des Gymnasiums.

Ortsentwicklung Baldham

Verwirrung um Rossini-Pläne

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„Wir teilen ihnen heute mit, dass wir uns von dem Projekt ,Neubau Rossinizentrum“ verabschieden.“ Das steht in einem Brief von sechs der 17 Eigentümern des Einkaufszentrums gegenüber des Gymnasiums an Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler).

Baldham – Unterzeichnet hat das Schreiben unter anderem Axel Löntz, Vorsitzender des Beirats und Eigentümer der gleichnamigen Papeterie. Zu Begründung heißt es, die sechs Eigentümer gingen davon aus, dass die komplett unterschiedlichen Wünsche und Gedanken der Gemeinde, des Investors und der 17 Eigentümer „nicht unter einem Projektmantel zu bringen sind“. Abriss und Neubau der Immobilie sei laut Löntz gesetzlich nur dann möglich, wenn sämtliche Eigentümer zustimmten. Davon sei aber nicht auszugehen. „Auf keinen Fall möchten wir, dass das Rossinizentrum zu einem zeitlich nicht definierbaren Spekulationsobjekt wird.“ Die Unterzeichner wünschen auch keine weiteren Planungs- und Strategiegespräche zu diesem Thema.

Herbert Scheurer, ebenfalls Eigentümer im Rossini-Zentrum und Befürworter eines Neubaus, sieht dies jedoch ganz anders. Er kritisiert, dass sich die Verfasser des Briefes entschieden hätten, bevor alle Fakten auf dem Tisch lägen. Der Investor wolle erst im Frühjahr seine Pläne vorstellen. Dann gebe es mehrere Optionen. „Wir werden alle unglücklich dabei, wenn wir nicht rechtzeitig etwas unternehmen“, so Scheuerer. Er will an den Plänen festhalten.

Im Juni wurden mehrere Varianten für eine Ersatz-Bebauung für das in den 1970er Jahren entstandene Gebäude vorgestellt. Lösungen mit Geschossflächen zwischen 6800 und 10 400 Quadratmetern, mit Gewerbe inklusive einem neuen Vollsortimenter-Supermarkt sowie Wohnungen schienen möglich. Verschiedene Varianten sahen unter anderem einen Turm sowie gestaffelte Bebauung von zwei bis sechs Stockwerken vor.

Es gab jedoch heftigen Widerstand von Anliegern gegen die Bebauung, die eine Unterschriftenaktion starteten. Sie befürchteten eine deutliche Zunahme des Verkehrs und Parkplatzknappheit in den umliegenden Straßen. Darauf wies jetzt Reitsberger hin. Er betont auch, im Rathaus seinen die Planungen jetzt eingestellt. Überlegt worden war, im neuen Gebäude die gemeindliche Bücherei unterzubringen. „Das fällt jetzt weg“, so der Rathauschef.

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