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Ursula Hussong im Kreise ihrer Familie, darunter Urenkelin Silvia, auf dem Arm Ur-Urenkelin Ronja, im Hintergrund Bürgermeister Georg Reitsberger und die stellvertretende Landrätin Magdalena Föstl, die beiden ein Geschenk überbrachten. 

Ursula Hussong 100 Jahre alt

Noch immer Augen wie ein Luchs

Vaterstetten– „Wer ist denn hier die Jubilarin?“, fragte der EZ-Fotograf verwirrt, als er zum Fototermin ins Carecon-Seniorenheim nach Vaterstetten kam. Die Verwirrung war berechtigt, denn ihre 100 Jahre sieht man Jubilarin Ursula Hussong wirklich nicht an. Sie ist fit und agil, aber wenn man sie nach ihrem Geheimrezept fragt, zuckt sie nur die Schultern: „Ich mache gar nichts Besonderes.“

Geboren wurde sie im September 1918, genau zwei Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges, in Göttingen, wo sie als Älteste von drei Geschwistern aufwuchs. Schon früh verliebte sie sich in ihren späteren Mann Jürg-Peter, 1938 wurde in Witzenhausen bei Kassel geheiratet.

Fortan kümmerte Ursula sich um die Familie, das Paar bekam zwei Töchter: Ute und Heinke. Beide Töchter verschlug es später nach Bayern, deshalb zogen auch Ursula und Jürg-Peter in den Süden und ließen sich in Niederbayern nieder. 1982 starb Jürg-Peter, wenige Jahre später zog Ursula nach München in die Nähe ihrer Töchter. Doch die Sehnsucht nach Niederbayern war groß, weshalb sie 1992 für einige Jahre dorthin zurückkehrte.

Seit 2002 aber ist sie nun im Seniorenheim in Vaterstetten und damit wieder ganz in der Nähe ihrer Familie. Bis vor zwei Jahren wohnte sie hier noch in einem Apartment, in dem sie sich komplett selbst versorgte. Inzwischen genießt sie etwas mehr Betreuung und fühlt sich im Seniorenheim rundum wohl. Ihre liebsten Hobbys sind Handarbeiten und Lesen, ein Lieblingsgenre hat sie nicht: „Ich lese alles!“, betont sie und Tochter Ute, eine Leseratte wie ihre Mutter, nickt bestätigend. Zum Glück hat Ursula noch immer gute Augen, damit ist das Lesen kein Problem.

Zum 100. Geburtstag erhielt die Jubilarin viel Besuch von nah und fern: Neben den zwei Töchtern und dem Schwiegersohn waren zwei der drei Enkel gekommen, zwei Urenkelinnen und sogar die Ururenkelin Ronja, die demnächst selbst Geburtstag feiert, nämlich ihren vierten. Ein Enkel nahm sogar den weiten Weg von Madrid auf sich, um seiner Oma zu gratulieren.

Gratulieren wollten auch Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger und Landratsstellvertreterin Magdalena Föstl, die Geschenke und eine Urkunde des Ministerpräsidenten mitbrachten.

Von Susanne Edelmann

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