Manfred Schmidt zieht in den Kreistag ein.
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Manfred Schmidt zieht in den Kreistag ein.

82-jähriger Vaterstettener zieht in den Ebersberger Kreistag ein

Vom Gemeinderat in den Kreistag: AfD-Politiker Schmidt trotz Skandals gewählt   

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Der Skandal hat ihn den Posten im Gemeinderat von Vaterstetten gekostet. In der Politik bleibt Manfred Schmidt  (AfD) dennoch. Er zieht in den Kreistag ein.

  • Trotz Skandals ist Afd-Mann Schmidt aus Vaterstetten wiedergewählt worden.
  • Statt im Gemeinderat sitzt er nun im Kreistag.
  • Und es könnte noch eine Überraschung geben.

Vaterstetten- Trotz des Debakels um AfD-Kandidaten wider Willen in  Vaterstetten kann die Partei wieder in den Gemeinderat und in den Ebersberger Kreistag einziehen. Im Kreistag dürfte auch der AfD-Abgeordnete Manfred Schmidt sitzen - er bekam die zweitmeiste Anzahl der Stimmen auf der AfD-Liste, die AfD hat drei Sitze. Ob er die Wahl annimmt, war am Mittwoch aber unklar.

AfD-Skandal Vaterstetten: Dreistellige Stimmenzahl für Alzheimer-Patienten

Der 82-jährige Schmidt soll Bürger ohne ihr Wissen auf die AfD-Listen für Kreistag und Gemeinderat gesetzt haben, darunter eine Rentnerin, eine Hochbetagte und ein Alzheimer-Patient. Auch diese Kandidaten wider Willen bekamen dreistellige Stimmenzahlen bei der Gemeinderatswahl und vierstellige bei der Kreistagswahl.

Sie wundere sich, dass sie viele Stimmen bekommen habe, obwohl sie sich öffentlich von der AfD distanziert hatte, sagte Rentnerin Helga Steinberger. Für eine Löschung von der Liste war es zu spät gewesen. Die frühere Kinderkrankenschwester bekam 556 Stimmen. Die Erstplatzierte der AfD, die als Einzige einziehen kann, hat 755 Stimmen.

Doch in den Gemeinderat? Schmidt könnte nachrücken

Schmidt hat den Sprung in den Gemeinderat in Vaterstetten zunächst verpasst. Da er auch hier die zweitmeiste Stimmenzahl hat, könnte er aber nachrücken, wenn die erstplatzierte Bewerberin das Mandat nicht annimmt. Für diese Entscheidung hat sie bis Dienstag, 24. März, Zeit.

Wegen Skandal vor Kommunalwahl: Zum Rücktritt aufgefordert

Der Gemeinderat hatte Schmidt im Februar einstimmig zum Rücktritt aufgerufen und ihn aufgefordert, die Wahl nicht anzunehmen, falls er gewählt werde. Schmidt habe dem Ruf der Gemeinde geschadet und demokratische Grundsätze mit Füßen getreten. Schmidt lehnte die Niederlegung seines Mandats damals ebenso ab wie eine Nichtannahme einer Wiederwahl. Er sprach von einer „Hexenjagd“ und einer Kampagne der Medien.

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