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Blick in die Garderobe eines Vaterstettener Kindergartens. Die Erzieherinnen fühlen sich benachteiligt.

Positionspapier veröffentlicht

Betreuungsplätze: CSU will Vaterstettener Eltern höhere Beiträge zumuten

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Eltern sollen höhere Kindergartenbeiträge zahlen, damit das Betreuungspersonal besser entlohnt werden kann. Das ist die Auffassung der Vaterstettener CSU.

Vaterstetten – Es geht um die so genannte München-Zulage. Diesen Aufschlag, den die Landeshauptstadt ihren Angestellen bezahlt, gewährt die Gemeinde Vaterstetten auch ihren Angestellten. Damit sollen die höheren Lebenshaltungskosten in der Region zumindest zum Teil ausgeglichen werden. Hintergrund: Personal soll mit diesem Finanzzuckerl gehalten beziehungsweise geworben werden.

Personalmangel in den Kitas

Personalmangel herrscht auch in den Betreuungseinrichtungen für Kinder. Arbeitgeber ist in Vaterstetten jedoch nicht die Gemeinde, das sind verschiedene Träger. Einige Beschäftigte hatten bisher die Zulage bekommen, es ging um rund 150 Euro pro Monat. Jetzt wurde gestrichen. Die Betreuerinnen fühlen sich benachteiligt, machten mobil und hatten sich auch an das Rathaus gewandt. Die Ebersberger Zeitung berichtete darüber. Überschrift:„Standortnachteil Vaterstetten“

Spitzauer: Vaterstetten kann nicht zahlen

Der CSU-Bürgermeisterkandidaten Leonhard Spitzauer und die CSU-Gemeinderatskandidaten reagierten und machen jetzt in einem Positionspapier ihren Standpunkt klar. Sie sehen die Gemeinde Vaterstettenfinanziell nicht in der Lage, pauschale Zahlungen an die Träger zu leisten. Das gelte auch für die sogenannte München-Zulage. Dies würde die Gemeinde zwischen 500 000 und 600  000 Euro pro Jahr zusätzlich kosten.

CSU: Träger sollen zahlen und umlegen

Stattdessen empfiehlt die CSU den Trägern, die München-Zulage selbst an ihre Mitarbeiter zu zahlen „und die entsprechenden Kosten auf die Eltern umzulegen“. Das steht in dem CSU-Papier. Dadurch würden die Elternbeiträge monatlich zwischen zehn und 20 Euro je Kind steigen. Im Kinderhaus Katharina von Bora in der Johann-Strauß-Straße seien es beispielsweise konkret 15 Euro je Kind und Monat. „Wir glauben, dass diese Erhöhung für die meisten Eltern verkraftbar wäre“, so Spitzauer.

Zudem soll dem neuen Gemeinderat vorgeschlagen werden, einen „Härtefallfonds München-Zulage“ zu schaffen und diesen bei 50 000 Euro jährlich zu deckeln. Aus diesem Fonds sollen diejenigen Eltern unterstützt werden, die die höheren monatlichen Elternbeiträge schwer stemmen können.

Gemeinde zahlt Zuschüsse

Die CSU weist zudem darauf hin, dass die Gemeinde nicht die Elternbeiträge reglementiere. Diese setzten die Träger im Benehmen mit der Gemeinde autark fest. Die Gemeinde leiste jedoch selbstverständlich die gesetzlichen Personalkostenzuschüssein Höhe eines Drittels. Es sei Anspruch der Gemeinde, für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr „gebäudetechnisch“ einen Betreuungsplatz vorzuhalten.

„Wir freuen uns“, so die CSU, dass die Gemeinde Vaterstetten ihre Bemühungen fortsetzen will, für Erzieherinnen günstigten Wohnraum am Ort zu schaffen. Am besten sei: Die Träger mieten Wohnungen an und stellen sie als Dienstwohnungen ihren Erzieherinnen zur Verfügung. Damit sei in Baldham-Dorf bereits begonnen worden.

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