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Sozialpraktikum in der Woche vor Fasching: Schülerin Laura Bischoff (16) machte viele neue zwischenmenschliche Erfahrungen.

Nachbarschaftshilfe Vaterstetten gewährt Eindrücke und gewinnt dabei selbst

Für jedes Engagement junger Menschen dankbar

Ein Praktikum bei der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten ist nicht langweilig - auch wenn man dabei manchmal Akten sortieren muss, sagt Laura Bischoff aus Baldham.

Vaterstetten/Zorneding/Grasbrunn – Laura Bischoff sitzt im Büro von Marion Reger. Dort sortiert die 16-Jährige akribisch und konzentriert Dokumente in einen Ordner. Laura ist für zwei Wochen Gast der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten (NBH), absolviert hier ihr Sozialpraktikum und hat in der kurzen Zeit bei der NBH schon viele Menschen getroffen, betreut, ihnen geholfen und sie unterstützt.

Ganz dicht an den Menschen dran

„Ablage war nur selten“, erzählt die Praktikantin. „Hier steht eindeutig der persönliche Kontakt im Vordergrund. Man ist ganz dicht an den Menschen dran.“ Als Schülerin der 10. Klasse des Theresia Gerhardinger Gymnasiums am Anger in München ist für sie ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung Pflicht. Ihre Wahl fiel auf die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, weil sie sie aus ihrem Wohnort Baldham kennt. „Als Sternsinger spenden wir oft die vielen geschenkten Süßigkeiten der Tafel Vaterstetten. Daher kannte ich die Nachbarschaftshilfe, weil die ja hinter der Tafel steht, und jetzt wollte ich mehr erfahren.“

Ihre Bewerbung ging bei Marion Reger ein. Sie ist bei der NBH Ansprechpartnerin für Schulpraktika und leitet die NBH-Tagespflegeeinrichtung. Sie plant den Ablauf der Praktika und entwirft ein Programm. „Das ist erforderlich bei uns, da wir viele Ressorts haben und den Schülern Einblicke in alle Bereiche gewähren wollen“, sagt Reger. So hat Laura den NBH-Kinderpark kennengelernt, wo Zwei- und Dreijährige betreut werden, hat im Tafelladen Lebensmittel ausgegeben, beim Offenen Treff mit Babys gespielt, in der Tagespflege beim Gedächtnistraining mitgemacht oder eine Pflegekraft bei ihrer ambulanten Tour zu Patienten nach Hause begleitet.

Schöne und interessante Erfahrungen

„Das waren alles schöne und interessante Erfahrungen“, berichtet die Schülerin. „Die große Dankbarkeit der pflegebedürftigen Menschen zu spüren, wenn ihnen geholfen wird, hat meine Sichtweise verändert. Ich denke, ich werde älteren Menschen in Zukunft noch aufmerksamer begegnen.“

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Neuer Berufswunsch entstand nicht

Ein neuer Berufswunsch ist indes in den zwei Wochen Sozialpraktikum nicht entstanden. „Ich bin eher der naturwissenschaftliche Typ, interessiere mich sehr für Mathematik oder Astrophysik“, sagt Laura. Und dennoch will sie die Erlebnisse bei der Nachbarschaftshilfe nicht missen. „Es waren zwei abwechslungsreiche Wochen mit einem bunten Programm. Ich kann es nur anderen Schülern empfehlen.“ Marion Reger freut sich auf neue Bewerbungen im nächsten Schuljahr – gern auch für ein freiwilliges soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst: „Wir sind für jedes Engagement dankbar.“  ez

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