+
Claus Ortner und Maria Wirnitzer begutachten das straßenbegleitende Grün in der Rotwandstraße.

Blumenpracht

Vaterstetten: Verkehrsinseln erblühen

Bei der Gestaltung der Verkehrsinseln in Vaterstetten arbeiten viele Beteiligte zusammen. Grünflächenpaten gibt es indes immer weniger. 

Vaterstetten – Auch wenn es in der letzten Wochen viel geregnet hat, so gibt es in der Gemeinde Vaterstetten doch etliche Farbtupfer, die im ansonsten trüben Grau das Auge des Betrachters erfreuen: Gemeint sind die schön bepflanzten Verkehrsinseln in der Kommune.

Besonders an der Baldhamer Karl-Böhm-Straße zwischen den beiden Kreisverkehren fällt die Blumenpracht ins Auge. Doch auch abseits der Hauptstraßen gibt es viel zu entdecken.

Bürgermeisterin Wirnitzer bei Ortstermin

Ortstermin in der Rotwandstraße: Bei strömendem Regen treffen sich die Landschaftsarchitektin und zweite Bürgermeisterin Maria Wirnitzer sowie Claus Ortner von Wasserverband und Lokaler Agenda mit der Ebersberger Zeitung. „Diese Straße wurde 2016 umgebaut und dabei wurden die Pflanzinseln mit berücksichtigt“, erläutert Wirnitzer.

Zwei Dinge waren ihr dabei besonders wichtig: dass die Bepflanzung zu jeder Jahreszeit schön aussieht und dass die Pflanzen insektenfreundlich sind. Deshalb wurden neben winterharten Gräsern vor allem Wiesensalbei, Katzenminze, Wolfsmilch, Glockenblumen, Mädchenauge, Witwenblume und Astern eingesetzt. Die Pflanzen überstehen sowohl Trockenheit im Sommer als auch unfreiwillige Streusalzgaben im Winter.

Ortner: „Unsere Bewerbung für die Entente Florale war die Initialzündung“

Das Konzept hat Wirnitzer vor allem zusammen mit Claus Ortner erarbeitet. „Unsere Bewerbung für die Entente Florale war die Initialzündung“, erzählt dieser. Der Bundeswettbewerb „Entente Florale – Unsere Stadt blüht auf“ ist eine Initiative vom Zentralverband Gartenbau, Deutschem Städtetag, Deutschem Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Tourismusverband. Vaterstetten hat sich zweimal für den Wettbewerb beworben, 2007 eine Bronzemedaille und 2009 sogar die Silbermedaille errungen und bekam zusätzlich noch einen Sonderpreis für die Gestaltung des Baldhamer Wasserparks.

Der Kreisverkehr an der Karl-Böhm-Straße.

Ortner war verantwortlich für die Beschaffung der Findlinge, die das Straßenbegleitgrün, so der offizielle Ausdruck, zusätzlich schmücken. Die Steine haben auch einen praktischen Nutzen: „Bevor die Findlinge da waren, haben Autos die Inseln oft überfahren.“ Das passiert nun dank der Steine nicht mehr, dennoch müssen die Beete natürlich gepflegt werden.

Auch einige lokale Gartenbaufirmen sind an der Pflege beteiligt

„Es gibt eine außerordentlich gute Zusammenarbeit zwischen Umweltamt, Baubetriebshof, Agenda, AK Grünkonzept und Gartenbauverein“, betont Wirnitzer. Auch einige lokale Gartenbaufirmen sind an der Pflege beteiligt. Sehr abgenommen hat leider der Anteil der Grünflächenpaten, das sind Bürger, die ehrenamtlich die Pflege einer Grünfläche übernommen haben. Noch vor drei Jahren gab es rund 40 Grünflächenpaten in der Gemeinde, doch viele von ihnen sind inzwischen zu alt, einige Paten der ersten Stunde sind mittlerweile auch schon verstorben. Nachwuchs wird also dringend gesucht!

Grüngestaltung am Baldhamer Marktplatz.

Wer Lust hat, Grünflächenpate zu werden und damit aktiv Anteil zu nehmen am Aussehen der Gemeinde, kann sich an den Baubetriebshof oder das Umweltamt im Rathaus wenden.

VON SUSANNE EDELMANN

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brenner-Nordzulauf: So betrifft der Ausbau für die Mega-Zugtrasse den Landkreis Ebersberg
Für den Ausbau des Nordzulaufs zum Brennerbasistunnel steigt die Bahn in die Bürgerbeteiligung ein. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass in den beiden Planungsabschnitten …
Brenner-Nordzulauf: So betrifft der Ausbau für die Mega-Zugtrasse den Landkreis Ebersberg
Schläge und Tritte am Skaterpark Poing: Arrest zum 18. Geburtstag
Schläge und Tritte am Skaterpark Poing: Arrest zum 18. Geburtstag
Brandstiftung im Neubaugebiet: Unbekannte zünden Bagger an - 100.000 Euro Schaden
Nördlich der Bergfeldstraße in Poing stieg Dienstagabend schwarzer Rauch auf: Unbekannte hatten einen Bagger angezündet. Totalschaden: 100.000 Euro.
Brandstiftung im Neubaugebiet: Unbekannte zünden Bagger an - 100.000 Euro Schaden
Wettbüro in Eglharting: Kirchseeoner Gemeinderat ist dagegen
Grund für die Entscheidung sind fehlende Stellplätze am Gelände. Jetzt ist das Landratsamt gefragt.
Wettbüro in Eglharting: Kirchseeoner Gemeinderat ist dagegen

Kommentare