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Die Ortsmitte von Neufarn soll ein neues Gesicht erhalten. Der Dorfplatz steht vor einer Neugestaltung. 

Vaterstetten: Gemeinderäte wollen Ortskern von Neufarn gestalten

Kleiner Ort hat viele Pläne - aber mit Hindernissen

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Der Charakter des Dorfkerns von Neufarn soll erhalten bleiben. Die Gemeinderäte wollen mit einem Bebauungsplan die Gestaltung auf einem Areal gegenüber der Kirche steuern.

Vaterstetten/Neufarn –  Die Ortskerngestaltung ist nur eines von mehreren Projekten im Ort. Zum einen geht es eben um ein Grundstück westlich der Kirche St. Peter und Paul in Neufarn. Da das Gotteshaus unter Denkmalschutz steht, kommt der unmittelbaren Umgebung eine besondere Bedeutung zu, betont das Bauamt Vaterstetten. Der Grundstückseigentümer beziehungsweise ein Kaufinteressent würde gerne Wohnbebauung realisieren. 

Es gibt keine landwirtschaftliche Dorfstelle mehr

Das ins Auge gefasste Areal kann jedoch nicht als Ganzes gesehen werden, da für die jeweiligen Teile unterschiedliches Baurecht gilt. Eine Rolle spielt dabei für einen Bereich der Begriff Dorfgebiet. Der setzt aber eine landwirtschaftliche Dorfstelle voraus, die es so nicht mehr gibt. „Ich halte es für sinnvoll, dort etwas zu machen“, so CSU-Gemeinderat Benedikt Weber in der Sitzung des Bauausschusses. Das gesamte Areal sei „ortsbildprägend“. Man müsse nicht unbedingt Reihenhäuser verwirklichen. Auch größere Baukörper seien möglich. Gute Beispiele dazu gebe es in Anzing gegenüber der Kirche oder in Ottendichl. Das seien gelungene Projekte, um aus landwirtschaftlichen Gebäuden Wohnungen zu machen. Ähnlich sah das auch Herbert Uhl (Freie Wähler). Den Ortskern solle man zumindest optisch erhalten, so sein Argument. Für Maria Wirnitzer (SPD) wäre es wichtig, mit einem Bebauungsplan „Geschosswohnungsbau“ zu ermöglichen. „Das können wir ja dann festlegen.“ Stefan Ruoff (Grüne) begrüßte ausdrücklich, mehr Wohnraum zu schaffen. Wenn man schon dabei sei, könne man auch weitere Grundstücke in die Planung einbeziehen. „Das können wir ja nochmals anschauen“, so die Reaktion von Bauamtsleiterin Brigitte Littke.

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Es ist von 22 Wohneinheiten die Rede

Überlegungen zu einem Bauprojekt gibt es auch an der Münchner Straße am Ortseingang von Parsdorf kommend. In einem Antrag auf Vorbescheid war von 22 Wohneinheiten die Rede. Der Bauausschuss hatte dem Projekt damals nicht zugestimmt. Grund war die schwierige Erschließung. Die Bauwerber hätten danach den Antrag auf Vorbescheid zurückgezogen und laut Rathaus keine neue Bebauungsvariante vorgelegt. Sie hätten allerdings ihr Anliegen nochmals an die verschiedenen Fraktionen und Gemeinderäte herangetragen. Das staatliche Bauamt Rosenheim hatte auf Anfrage eine Erschließung des Wohngebietes über die Münchner Straße, eine Kreisstraße, abgelehnt. Die Zuwegung solle über bereits vorhandene Straßen geführt werden. Im Gremium wurde ein Verkehrsgutachten angeregt. Danach könne man wieder in einem Dialog eintreten. Vorüberlegungen zu einer Umstrukturierung gibt es laut Bauamt auch an der Münchner Straße 2 und 4. In einem Fall soll ein Gebäude abgerissen werden und durch ein Wohngebäude für Mitarbeiter des Gutsgasthofes Stangl ersetzt werden. Im zweiten Fall soll eine Hofstelle in Wohnen umgenutzt werden.

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