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Die Realschule Vaterstetten reagiert bestürzt auf die Inhalte, die Schüler per WhatsApp verbreiteten.

Polizei ist eingeschaltet

Hitler-Bilder und Lehrer-Bashing: WhatsApp-Gruppe an Realschule Vaterstetten fliegt auf

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Heuer hat sich die Realschule Vaterstetten das Motto „Respekt“ gegeben. Das, was sich dort jetzt ereignet hat, passt gar nicht dazu. Die Polizei ist informiert.

Vaterstetten – In einer WhatsApp-Gruppe mit dem Namen „RSV“, die von Schülern gegründet worden war, wurden verfassungsfeindliche Symbole, Fotos von Adolf Hitler und Bilder verbreitet, die behinderte Menschen und Mitglieder anderer Ethnien auf beschämende Weise diskriminieren.

Das schreibt die Schulleitung, die auch die Polizei eingeschaltet hat, in einem Elternbrief vom 19. Februar, der auch der Ebersberger Zeitungvorliegt.

Lehrer-Bashing: Du Hurensohn

Wie aus dem Brief hervorgeht, haben sich einige Schüler „auch gegenüber Mitschülern beleidigend geäußert. Ebenfalls wurden Fotos von Lehrern in Verbindung mit beleidigenden Worten (z.B. Hure, Du Hurensohn) veröffentlicht“. Aufgeflogen ist die WhatsApp-Gruppe, weil einige Schüler ihre Eltern und die Schulleitung über die Äußerungen im Netz in Kenntnis setzten. „Wir finden es schreckend, dass manche Schüler unserer Schüler in beschriebener Weise mit Mitschülern, Lehrern und Mitmenschen umgehen“, schreibt die Schulleitung weiter. Sie fordert Eltern auf, ihr Kind auf die Gruppe anzusprechen und über die gezeigten Inhalte zu reden. Die Eltern, deren Kinder sich an der Verbreitung der verwerflichen Inhalte beteiligt haben und deren Namen ermittelt werden konnten, wurden von der Schulleitung informiert.

Elternbeirat gibt sich bedeckt

Elisabeth Kraus, Elternbeiratsvorsitzende der Schule, gab sich auf Anfrage der EZbedeckt. Sie wisse auch nicht mehr als in dem Informationsschreiben stehe. Von der Nutzung von WhatsApp werde immer wieder abgeraten, die Schüler dürften ihre Handys während der Schulzeit eigentlich nicht einschalten. In der nächsten Woche finde ein Treffen der Elternbeirats statt, bei dem über die Vorfälle gesprochen werden solle.

Disziplinarische Maßnahmen werden geprüft

Schulleiterin Anita Ruppelt sagte, man sei im Gespräch mit betroffenen Schülern und Eltern, es würden disziplinarische Maßnahmen in Erwägung gezogen. Wie diese aussehen werden, stehe noch nicht fest. Immer wieder kläre die Schule über den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken auf, sagte Ruppelt. Es gebe sogar einen Medienführerschein. Doch habe die Schule nur begrenzte Einflussmöglichkeiten.

Lesen Sie auch: WhatsApp: Verbot! Beliebte App darf nicht in Schule genutzt werden

Erst Anfang Februar hatte es an einem Gymnasium am Tegernsee im Landkreis Miesbach eine Razzia gegeben, nachdem in einer Chatgruppe des Abiturjahrgangs verwerfliches Bildmaterial aufgetaucht war.

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