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Ein Leihradsystem könnte in Vaterstetten errichtet werden. Dafür gab es jetzt breite Zustimmung im Gemeinderat.

Fraktionsübergreifende Zustimmung

Leihradsystem rückt in Vaterstetten näher

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Es geht also doch: Trotz des an Fahrt gewinnenden Wahlkampfs gibt es eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Gemeinderat Vaterstetten, in diesem Fall zur Einführung des MVG-Leihradsystems. Das wurde jetzt im zuständigen Ausschuss deutlich.

Vaterstetten – An verkehrsgünstigen Punkten in der Großgemeinde könnten Fahrradstationen entstehen. Das soll nach einem Antrag der CSU nun zunächst geprüft werden. Ihren Angaben nach ist dies im Landkreis München bereits mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums umgesetzt worden. 160 Fahrradstationen seien gebaut worden.

Ausbau im Landkreis Ebersberg

Das Leihradsystem sei nun flächendeckend in Stadt und Landkreis München vorhanden. Der nächste Ausbauschritt wäre laut Vaterstettener CSU in den nordwestlichen Gemeinden im Landkreis Ebersberg zu realisieren, um die Attraktivität noch weiter zu steigern. „Das MVG-Rad ist eine weitere gute Ergänzung im ÖPNV.“ Das Projekt solle möglichst auch in Kooperation mit dem Landkreis Ebersberg und weiteren interessierten Gemeinden geplant werden.

SPD will mehr Info

Zur Sitzung des zuständigen Ausschusses hatte die SPD kurzfristig einen Ergänzungsantrag mit zusätzlichen Punkten eingebracht. Demnach soll das Konzept durch einen Vertreter der MVG im Gemeinderat vorgestellt werden. Die Verwaltung solle zudem Erfahrungen in Nachbargemeinde abfragen, die das Konzept bereits eingeführt haben. Zudem soll das Rathaus geeignete Standorte für die Fahrradstationen ermitteln und dabei interessierte Gemeinderäte sowie Bürger einbinden. Als wesentliche Entscheidungsgrundlage sollen auch Kosten für Bau und Betrieb derartiger Anlagen ermittelt werden.

Beide Anträge wurden zusammengefasst und gemeinsam mit breiter Mehrheit angenommen.

CSU: Sinnvolles Konzept

Gemeinderat Leonhard Spitzauer (CSU) betonte, dass die ersten MVG-Fahrräder bereits jetzt im Gemeindebereich stehen würden. Die logische Konsequenz wäre, hier weiter zu machen. „Das ist zunächst ein Prüfauftrag. Wir brauchen natürlich ein sinnvolles Konzept.“

Erhebliche Investitionen

Roland Meier (Freie Wähler) sah das ähnlich: „Gerade weil bei uns schon derartige Räder in der freien Wildbahn rumstehen“, sollte man handeln. Josef Mittermeier SPD) ergänzte: „Wir begrüßen das natürlich.“ Die Investitionen seien jedoch nicht unerheblich. Die Nachbargemeinde Poing habe sich auch schon mit dem Thema beschäftigt. Man solle die Gemeinden im Landkreis München befragen, um Fehler, die sie gemacht haben, nicht nochmals zu machen.

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„Wenn jemand von MVG kommt, können alle Fragen beantwortete werden“, erklärte Maria Wirnitzer (SPD). Man solle auch über dezentrale Standpunkte wie an der Volkshochschule berücksichtigen.

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„Wir sollten auch mit Grasbrunn (Landkreis München) reden. Wir sind schließlich ziemlich zusammen gewachsen“, sagte Roland Meier (Freie Wähler). Zustimmung kam auch von Seiten der Grünen: „Wir unterstützen den Antrag“, erklärte für sie Gemeinderat Stefan Ruoff.

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