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So sieht’s aus: Vorgesehen ist bezahlbarer Wohnraum z.B. für Erzieherinnen und Krankenpfleger. 

Siegerentwurf präsentiert

Neues Wohnen in Vaterstetten

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Ein großer grüner Innenhof sowie eine lange geschwungene Häuserfront entlang der Dorfstraße. So sieht der Siegerentwurf fürs neue Baugebiet in Vaterstetten aus.

Vaterstetten –  Gewonnen hat den Wettbewerb das Büro H2R Architekten um Professor Hans-Peter Hebensperger-Hüther aus München.

Es handelt sich um eine Ansiedlung mit rund 130 Wohneinheiten. Die Vorschläge wurden jetzt im Rathaus Vaterstetten in einer Veranstaltung präsentiert. Es geht noch nicht um endgültige Pläne. Die Vorschläge werden nochmals überarbeitet. Aber die Zielrichtung ist bereits klar.

Bezahlbarer Wohnraum

Vorgesehen ist vor allem bezahlbarer Wohnraum, auch beispielsweise für Erzieherinnen und Krankenpfleger, wie Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) bei der Präsentation erklärte. „Die Nachfrage ist riesig“, so der Bürgermeister. „Wir haben noch viel vor uns.“ Das Preisgericht habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und einen ganzen Tag beraten, so Reitsberger. Die Entwürfe seien schon von Fachleute tagelang im Vorfeld geprüft worden, so Professor Ulrich Holzscheiter vom Preisgericht bei der Präsentation. Im Fokus stand unter anderem auch ein autofreier Innenraum.

Zwei Innenhöfe

Beim Siegerentwurf gibt es einengrößeren Innenhof im Norden sowie einen kleineren Hof im Süden. Das Projekt kann zudem in Abschnitten umgesetzt werden. Der zentrale Freiraum stelle ein bemerkenswertes „Alleinstellungsmerkmal“ unter den Wettbewerbentwürfen dar, so die Preisrichter. Dieser erhöht liegende grüne Hof stehe in einem „wohlproportionierten und spannungsreichen Verhältnis“ zum tiefer liegenden Marktplatz im Süden. Beide Räume bildeten zusammen eine „identitätsstiftende Mitte“ und „besitzen eine angenehme Aufenthaltsqualität“.

Wohnungen statt Gewerbe

Die Gemeinde Vaterstetten ist laut Rathaus ein Ort, der von seiner Vielfalt lebt und in dem auch Menschen und Familien eine Zukunft haben sollen, „die nicht zu den Spitzenverdienern gehören“. Der Gemeinderat habe daher auch beschlossen, einen Teil des Neubaugebietes an der Dorfstraße nicht wie ursprünglich vorgesehen,als Gewerbegebiet zu nutzen, sondern „bezahlbaren Wohnraum“ zu errichten.

Angebote für Jedermann

Unter Förderung der bayerischen Regierung sollen dort Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Angestrebt wird eine Durchmischung von verschiedenen Wohnungsgrößen, sodass Angebote für unterschiedlichste Nutzergruppen, von der Familie bis zu Senioren, angesprochen werden.

Es ist ebenfalls geplant, einen Treffpunkt in dem Quartier zu schaffen und attraktive Freibereiche für die Anwohner zu verwirklichen. Um ein gutes Ergebnis zu erreichen, wurde laut Rathaus ein europaweiter Architektenwettbewerb durchgeführt.

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Insgesamt haben zwölf Teilnehmer ihre Arbeiten eingereicht, die von einer Jury aus Sach- und Fachpreisrichtern Ende Januar bewertet wurden.

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