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Umbau der Schule an der Brunnenstraße deutlich teurer als geplant

Jetzt wird‘s teuer: Millionensprung bei Sanierungskosten

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Deutlich teurer als geplant wird die Sanierung der Grundschule an der Brunnenstraße in Baldham. Stand bisher (Kostenansatz 2014) drei Millionen Euro in der Planung.

Vaterstetten – Jetzt geht es jetzt um 4,2 Millionen Euro. Über 700 000 Euro wurden bereits für die Sanierung der Turnhalle aufgewendet. Zusätzlich zu anderen Punkten seien jedoch Baunebenkosten in Höhe von rund einer Millionen Euro aufzuwenden. Also gesamt: rund 5,3 Millionen Euro. Zuschüsse werden noch erwartet.

Energetische Sanierung vorgezogen

Hintergrund: Auf Grund des gestiegenen Bedarfs bei Hortbetreuungsplätzen wurde die energetische Sanierung der Turnhalle, die eigentlich als letzter Bauabschnitt geplant war, vorgezogen und der Umkleidebereich der Turnhalle in diesem Zug um Horträume erweitert. Wie Ralf Schloemilch vom Bauamt in der Sitzung des Gemeinderates darlegte, hat sich bei der Untersuchung ergeben, dass die Betonrippendecken des Haupttraktes der Schule den Brandschutzanforderungen nicht genügen. „Es wurde nicht sachgerecht und mit der nötigen Sorgfalt gemacht, was auch nach den zur Erstehungszeit gültigen Norm ungenügend ist.“ Aber, so Schloemilch: „Wir haben keine Einsturzgefahr.“

Umfangreiche Eingriffe in Klassenzimmer

Dennoch wird der Eingriff in die Klassenräume wesentlich umfangreicher als zunächst geplant. Damit wurden auch Überlegungen zur Ausstattung angestellt. Sie sollen an die Anforderungen moderner Unterrichtsgestaltung angepasst werden. Es geht um medientechnische Ertüchtigung, den Einbau einer Schrankwand in jedes Klassenzimmer mit Platz für Ranzen- und Eigentumsfächer. Auch habe es sich laut Rathaus als sinnvoll gezeigt, das Brandschutzkonzept so zu überarbeiten, dass auf notwendige Flure verzichtet werden kann.

Lüftungsanlage vergessen

In der ursprünglichen Planung war keine Lüftungsanlage enthalten, räumte das Bauamt an. Ohne diese Anlage sei bei dichter Fassade nur über Fensterlüftung ein gesundes Raumklima kaum sicher stellen, so das Bauamt.

Hier hakte Gemeinderat Herbert Uhl (Freie Wähler) ein. „Muss das denn wirklich alles sein?“, so seine Frage. Die Böden seien doch tadellos. Uhl hätte gerne eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. „Wir können uns doch bei unserer Haushaltslage nicht leisten, einfach eine Million reinzustecken.“ Das Problem mit der Lüftung könne man einfach durch das Öffnen der Fenster lösen. „Das tun die Lehrer aber nicht“, so die Reaktion von Schloemilch.

Es gab im Gremium weitere kritische Stimmen. „Ich freue mich, dass das angepackt wird“, so FDP-Gemeinderätin Renate Will. Sie frage sich allerdings, warum die baulichen Probleme erst jetzt erkannt worden wären, quasi in letzter Minute. Auch bei der Finanzierung hatte Will Bedenken. Und wie schon mehrmals zuvor bezeichnete sie die nicht vorhanden Gesamtplanungen für die Gemeinde als „Stückwerk“. Ähnlich auch Cordula Koch (SPD). Sie wolle die Planung für die Schule an der Brunnenstraße nicht in Frage stellen. „Aber wir brauchen einen ganzheitlichen Blick.“

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Manfred Schmidt (AfD/FBU) war hingegen auf Verursachersuche. „Wer hat für die Mängel Schuld gehabt?“ Da müssten Ross und Reiter genannt werden. Reaktion von Schloemilch: „Da gilt die Gnade der späten Geburt.“ Heißt: Damals war er noch nicht im Bauamt.

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