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So könnte es einmal aussehen: Auf einem Gelände von 40 Hektar entstehen große Hallen mit Photovoltaik auf dem Dach. 

Pläne für Gewerbepark vorgestellt

So wird‘s in Parsdorf aussehen

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Aufbruchstimmung in Vaterstetten. Baubeginn für das rund 40 Hektar große neue Gewerbegebiet bei Parsdorf nördlich der Autobahn in Richtung Grub (Gemeinde Poing) soll noch in diesem Herbst sein.

Parsdorf–  Am Donnerstag, 18. Juli, wurden Details vorgestellt. Insgesamt geht es um ein 67 Hektar großes Gelände. „Der Standort ist optimal“, sagte Bürgermeister Georg Reitsberger (FW), auch wegen des Anschlusses an das wachsende Gewerbegebiet der Gemeinde Poing.

Ein Teil im Süden des Areals Richtung Autobahn wird Ausgleichsfläche. Auf den nördlichen rund 40 Hektar sollen 250 000 Quadratmeter vermietbare Flächen für Logistik und produzierendes Gewerbe entstehen. Entwickelt wird das Areal von VGP, 1998 als Familienunternehmen gegründet. Heute hat die Firma 60 Gewerbeparks im Eigentum.

„Gute Nachbarschaft“

Wie Firmenchef Jan van Geet erklärte, sei ihm „gute Nachbarschaft“ wichtig. Ein Teil der Hallendächer soll begrünt werden. Laut VGM wird auf den Dächern zudem die bisher größte auf einem Gebäude installierte Photovoltaikanlage Europas gebaut. Die Gebäude sollen komplett bis 2026 fertiggestellt werden.

Bereits im Vorfeld war klar, dass sich BMW und KraussMaffei um den Standort bemüht hatten. Verträge wurden im Juni 2018 und im Januar 2019 unterschrieben. BMW will bereits im August nächsten Jahres einziehen, mit seinem Versorgungsstützpunkt für das Forschungs- und Innovationszentrum.

BMW und KraussMaffei kommen

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen guten Standort gefunden haben“, sagte Gerhard Vitzthum, Leiter Produktionsplanung und Logistik bei BMW. Die Ansiedlung in Parsdorf sei kein klassischer Logistikbetrieb. Erwartet würden 25 Sattelschlepper pro Tag sowie 25 bis 50 Kleintransporter. Man werde versuchen, die Verkehrsbelastung auf ein Minimum zurückführen. Geplant ist eine Werksbusanbindung für alle Mitarbeiter. Zudem wird es auf dem Gelände Parkhäuser mit rund 1700 Stellplätzen geben.

Die KraussMaffei Group, bisher in München Allach angesiedelt, will in Parsdorf die Produktion aller Unternehmensbereiche sowie die Hauptverwaltung unterbringen. Bisher geht es um 1800 Arbeitsplätze, doch das Unternehmen will expandieren. Die Rede war schon mal von 2500 Mitarbeitern. Auf eine genaue Zahl wollte sich Uta Bartsch (Vice-President KraussMaffei Group) beim Termin nicht festlegen. Sie betonte jedoch, dass das Unternehmen jedes Jahr 100 Azubis ausbilde.

Schwierige Standortsuche

Bartsch erläuterte auch, dass die Suche des Unternehmens nach einem neuen Standort schwierig gewesen sei. Für Parsdorf habe wegen der Mitarbeiter vor allem die S-Bahnanbindung gesprochen. Schichtbeginn bei KraussMaffei ist um sechs Uhr. Die Mitarbeiter kommen aus München, also gegenläufig zu den üblichen Pendelströmen am Morgen in der S-Bahn in die Landeshauptstadt. KrausMaffei will ab Mitte 2022 mit dem Umzug beginnen.

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Befürchtungen, am Standort könnten plötzlich ganz andere Firmen angesiedelt werden, trat Gemeindebaurätin Brigitte Littke entgegen. Es gebe einen Vertrag mit dem Investor VGP. Ohne die Gemeinde Vaterstetten könne nichts geändert werde.

Stoßgebete gen Himmel

Für die Ausgleichsflächen südlich der Gewerbeansiedlung sind umfangreiche Maßnahmen geplant, auch abgesprochen mit den zuständigen Behörden.

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Bürgermeister Reitsberger nutzte die Gelegenheit, um sich bei seinen Mitarbeitern für die Verhandlungen zu bedanken. Vor allem Wirtschaftsförderer Georg Kast habe alle Höhen und Tiefen erlebt, ein Wechselbad der Gefühle. „Er habe wohl manches Stoßgebet zu Himmel geschickt“, so Reitsberger.

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