Die Grundschule an der Brunnenstraße.
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Die Grundschule an der Brunnenstraße.

Gemeinde bewilligt teure Projekte in angespannter Finanzlage

Vaterstetten muss Millionen in marode Schulen stecken

Die Finanzlage ist angespannt, doch es gibt Pflichtausgaben. So musste nun auch der Ferienausschuss der Gemeinde Vaterstetten einige teure Projekte bewilligen.

Vaterstetten– Da ist zunächst die sanierungsbedürftige Grundschule an der Brunnenstraße. Die notwendigen Maßnahmen werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt und bei den bisherigen Arbeiten hat sich herausgestellt, dass deutlich mehr Aufwand betrieben werden muss als ursprünglich geplant, vor allem beim Brandschutz und den Elektroinstallationen.

Da diese Arbeiten sämtliche Klassenräume betreffen, liegt es nahe, die Klassenzimmer dabei auch gleich an die Anforderungen moderner Unterrichtsgestaltung anzupassen. Allerdings verursachen diese Maßnahmen Mehrkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro, sodass die Gesamtkosten auf 6,4 Millionen Euro ansteigen. 

Einsparpotenzial gibt es höchstens bei der Ausstattung und Lüftung der Klassenzimmer, dennoch kommen auf die Schule lange Bauzeiten und damit verbundene Störungen im Betrieb zu, sodass die Verwaltung vorschlägt, dann doch gleich die Maßnahmen komplett umzusetzen. Allerdings können die Arbeiten laut Gemeindearchitekt Ralf Schloemilch erst im nächsten Schuljahr beginnen, was besonders ärgerlich ist, da die Schule derzeit aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend leer steht. „Wir versuchen, Arbeiten vorzuziehen, aber das ist durch das Vergaberecht schwierig.“

Letztlich stimmte der Ausschuss dem kompletten Maßnahmenpaket zu, Gegenstimmen kamen lediglich von Manfred Schmidt (AfD) und Wolfgang Schermann (Freie Wähler).

Weitere Ausgaben kommen durch den Neubau einer Turnhalle an der Wendelsteinschule auf die Gemeinde zu. Die bestehende Sporthalle ist bei hoher Schneelast einsturzgefährdet. Zwar wurde sie mit Notmaßnahmen ertüchtigt, sodass sie vorerst weiter nutzbar ist. Doch auf lange Sicht ist ein Neubau sinnvoller als eine Sanierung, zumal der Neubau auch gleich um einen Schulhort ergänzt werden soll. Dafür lief inzwischen die Ausschreibung, drei Bewerber haben sich in Vergabegesprächen präsentiert.

Nun hat sich das Auswahlgremium der Gemeinde auf ein Architekturbüro geeinigt, wie Schloemilch bekannt gab. Voraussichtlich nach der Sommerpause wird das Büro eine Vorplanung präsentieren. Zuguterletzt wurde noch ein Zuschuss von 100 000 Euro für die Erstausstattung der Wichtel Akademie gewährt, die am Spatzenweg eine siebengruppige Kindertagesstätte betreibt. Dieser Zuschuss entspricht der üblichen Höhe, die allen Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde gewährt wird. Das ist in den Trägerverträgen geregelt und dient dazu, die Rahmenbedingungen aller Kitas in der Gemeinde zu vereinheitlichen. Deshalb stimmte das Gremium auch dieser Ausgabe geschlossen zu.

Susanne Edelmann

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