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Vaterstetten soll eine Halle für Alle bekommen

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Von: Robert Langer

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Die Architekten Bernhard Peck (l.) und Armin Daam mit einem Modell, das zeigt, wo die neue Halle entstehen soll.
Die Architekten Bernhard Peck (l.) und Armin Daam mit einem Modell, das zeigt, wo die neue Halle entstehen soll. © Langer

In Vaterstetten soll im Zentrum eine neue Halle entstehen, die von allen genutzt werden kann. Seit Jahren mangelt es in der Kommune an einem geeigneten Veranstaltungssaal.

Vaterstetten – Die Entscheidung ist gefallen. An der Wendelsteinschule schräg gegenüber des Rathauses in Vaterstetten wird die neue Turnhalle als Ersatz für den Altbau so erstellt, dass sie auch als Versammlungsraum für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das beschloss der Gemeinderat.

Halle zum Teil im Erdreich versenkt

Vorgesehen ist eine Einfachhalle, die bis zur Hälfte im Erdreich versenkt ist. Oben drauf sollen Räume für einen Hort mit vier Gruppen entstehen. Der dortige Mehrzweckraum soll um einen Werk- und Therapieraum ergänzt werden.

Wie das Bauamt erklärt, soll ein Gebäude mit einer möglichst flexiblen Nutzung entstehen. Heißt: Der Bau soll mehr sein, als nur eine „Turnhalle“. Zudem wird ein „low-tech“-Gebäude angestrebt, also ein Bau, der mit so wenig Technik wie möglich auskommt. Die Rede war im Gemeinderat unter anderem von verschiedenen Lüftungsvarianten, beispielsweise unter Nutzung der kühleren Nachtzeiten, und einer hocheffizienten Fassade. Ziel sei ein „klimapositives Gebäude“.

Halle soll Platz abrunden

Zur Einbindung in das räumliche Umfeld rund um Kirche und Rathaus sprachen die Planer von einem derzeit „unvollendeten Gemeindeplatz“, dem ein Abschluss fehle. Das soll nun durch die neue Halle wohl erreicht werden.

Klar gemacht wurde auch, dass mit dem Areal flächenschonend umgegangen werden müsse. Die Grundfläche der Halle ist als Sportstätte jedoch weitgehend vorgegeben. Vorgestellt wurde ein „Arbeitsmodell“, also eine Art Vorstufe, um ein Gefühl für die Proportionen zu bekommen. Licht für die Sporthalle soll es durch „großzügige Abgrabungen“ geben. Vergleichbar zu den inzwischen üblichen Strukturen der „Schullandschaft“ könnte es auch eine Hortlandschaft geben.

Der Mehrzweckraum des Hortes, situiert gegenüber der Kirche, könnte einen separaten Eingang erhalten, um ihn auch für öffentliche Veranstaltungen zu nutzen. Angedacht ist dort, einen Musikraum zuzuordnen, der nach Bedarf mit einer flexiblen Trennwand abgetrennt werden kann. Beide Räume könnten jedoch auch zusammen genutzt werden.

Im Vorfeld hatte es Überlegungen gegeben, zur Minimierung der Kosten statt mit vier Gruppen das Projekt nur mit drei Gruppen umzusetzen. Die Planer erklärten jedoch in der Sitzung, die Einsparungen durch diesen Schritt seien „relativ überschaubar“.

Kosten rund 6,8 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Projekt werden derzeit mit rund 6,8 Millionen Euro veranschlagt. Deutlich wurde in der Sitzung auch, dass alle Optionen für Entscheidungen offen sind, was grundsätzlich mit dem Schulgebäude passiere. Im Raum standen in der Vergangenheit sowohl eine Sanierung als auch Abriss und Neubau. Bürgermeister Leonhard Spitzauer meinte jedoch: „Das Gebäude in einem sehr stabilen Zustand.“

Durch die Baumaßnahme müssten der vorhandene Spielhügel und die Tartanbahn zurückgebaut werden, so das Rathaus. Daher sei ergänzend die Wiederherstellung und teilweise Neugestaltung der Außenanlage zumindest in Teilbereichen notwendig.

Der Baubeginn ist für Frühjahr 2022 geplant. Die Inbetriebnahme für das Jahr 2024.

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