Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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So könnte die neue Siedlung aussehen: Neun Gebäude gruppieren sich um zwei Innenhöfe. 

Vaterstettener SPD kann sich mit Vorschlag für Baugebiet Nordwest nicht durchsetzen

Kein Tante-Emma-Laden im Großformat

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Einen Tante-Emma-Laden im Großformat oder einen kleinen Supermarkt. Das wünscht sich vor allem die SPD für das obere Ende des Baugebietes Nordwest in Vaterstetten.

Vaterstetten– Die Genossen konnten sich mit ihrem Wunsch nicht durchsetzen. 

Es geht um ein zusätzliches Wohnbaugebiet im Westen der Großgemeinde, im Anschluss an das Baugebiet Nordwest, in dem quasi ein neues Dorf mit 1500 Einwohnern entstehen soll. Eigentlich sollte nördlich davon ein kleines Gewerbegebiet entwickel werden. Doch dann entschied sich der Gemeinderat, auf diesem Areal mit rund 1,2 Hektar Nettobaufläche günstige Wohnungen zu realisieren. 

Gemeinde will Wohnungen behalten

Die Gemeinde will das Projekt selbst entwickeln und später die Wohnungen auch selbst behalten und vermieten. Vorgesehen sind 130 Wohnungen in möglicherweise neun dreistöckigen Häusern. Heißt rund 300 zusätzliche Bewohner. Nach einem ersten Vorentwurf könnten die Gebäude so angelegt werden, dass Innenhöfe entstehen. Auch ein Turm als signifikantes Objekt ist im Gespräch. Dabei sollen 30 Prozent der Wohnungen im Rahmen der einkommensorientierten Förderung und 70 Prozent im Kommunalen Wohnbauförderprogramm umgesetzt werden.

Für Projekt wird Wettbewerb ausgeschrieben

Für das Projekt wird ein Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel ist, die künftige Nutzung in einer qualitätvollen Bebauung mit attraktiven Freiräumen und einer hohen Aufenthaltsqualität zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Hochbau gelegt. Die Wohngebäude sollen dem Anspruch an ein wirtschaftliches Bauen unter Berücksichtigung energetischer Standards gerecht werden, langfristig nutzbar sein und dabei die Realisierung von bezahlbarem Mietwohnraum ermöglichen. Die Bebauung soll sich an der Umgebung orientieren.

Ein Absacker für den Abend

Bereits im ersten Ansatz zur Planung ging es um Einkaufsmöglichkeiten. Im Januar wurde über ein Café ebenso gesprochen wie eine Bäckerei. Andere Pläne wurden durchaus skeptisch gesehen. „Eine kleine Kneipe wäre auch gewünscht, für einen Absacker am Abend“, hatte Bürgermeister Georg Reitsberger vorgeschlagen.

SPD will Vollsortimenter

Die SPD will nun, dass dort auch ein Vollsortimenter zur Versorgung entsteht. Das sieht Vizebürgermeister Martin Wagner (CSU) skeptisch, Für eine kleinere Lösung finde sich kein Betreiber. „Das haben wir im Rossini-Zentrum auch versucht,“ Man brauche mindestens 800 Quadratmeter. Die Architekten würden alles zeichnen, aber sie suchten keinen Betreiber. Man müsse anders planen, brauche mehr Parkplätze. Ein solcher Vollsortimenter sollte ins Zentrum, um die dortigen Läden am Leben zu halten. Zudem wollte in der Nähe Norma und Penny erweitern. „Wenn wir noch ein Gutachten machen, dann kommen wir in diesem Gemeinderat nicht mehr zu Potte.“ Aus dem Rathaus wurde vorgerechnet, dass Versorgungseinrichtungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar seien. Das sieht Cordula Koch (SPD) anders. Bei den genannten Vorschlägen werde eher auf einen Einkaufen mit dem Auto gesetzt.

Ralf Schlömilch aus dem Bauamt wies darauf hin, dass man mit dem Vorschlag der SPD die gesamte Vorplanung umwerfen müsse. Man solle das alles nicht überfrachten. „Wenn man dem Esel zu viel aufpackt, dann kann es sein, dass er zusammenbricht.“

Risiken einer Gewerbeansiedlung

Kämmerer Markus Porombka warnte vor Risiken einer zu großen Gewerbeansiedlung. Das könnte zu Konflikten mit der Förderung des Freistaates für die Wohnungen führen. Die Kosten für das Gesamtprojekt könnten bei 40 Millionen Euro liegen.

Fazit: Der Wettbewerb wird, wie ursprünglich geplant, gestartet. Rund 16 Büros sollen teilnehmen. Kosten 120 000 Euro.

Lesen Sie dazu auch: Vaterstettener CSU:Neues Gewerbegebiet ein Sechser im Lotto

oder: Flächenversiegelung auf 67 Hektar bei Parsdorf - Landtagsgrüne toben

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