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Die Pension Charlotte soll zwei Mehrfamilienhäusern weichen. 

Wohnhaus mit 22 Einheiten ersetzt in Vaterstetten von Anwohnern kritisierte Pension

Charlotte muss weg - wegen zweier Mehrfamilienhäuser

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„Das was jetzt entsteht, ist qualitätsvoller, als das, was vorher war.“ Das war die Aussage des Vaterstettener Bauamts. Auch die Mitglieder des Bauausschusses sahen das so.

Vaterstetten – Die „Pension Charlotte“ am Luitpoldring soll ebenso abrissen werden wie der danebenliegende Betrieb für Solaranlagen und Wärmepumpen. Entstehen sollen auf dem rund 1870 Quadratmeter großen Areal zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage für insgesamt 22 Wohneinheiten. Darunter sollen auch kleinere Wohnungen sein.

Ganze Reihe von Beschwerden

In der Vergangenheit hatte es eine ganze Reihe von Beschwerden von Anwohner gegen den Beherbergungsbetrieb gegeben, unter anderem wegen wilden Parkens und Lärm. Geworben wurde im Internet für Zimmer für Geschäftsreisende, Touristen oder Erholungssuchende, aber auch für Firmen- bzw. Arbeiterunterkünfte mit Kochgelegenheiten zu sehr günstigen Sonderkonditionen. Die Rede war auch von Mehrbettzimmern. Damit ist es jetzt wohl vorbei.

Ersatzbäume müssen richtig gepflanzt werden

Im Bauausschuss gab es dagegen keinen Widerspruch., sondern Zuspruch. Die neue Planung sei „besser als bisher“. Künftig sei es „aufgeräumt“, so Roland Meier (Freie Wähler). Er machte sich lediglich Sorgen um die steile Zufahrt zur Tiefgarage. Zustimmung auch von Günter Lenz (SPD): Ich wohne in der Nähe. Es ist auf jedem Fall eine Verbesserung.“ Für das Projekt spreche, dass die „Charlotte weg muss“, so Herbert Uhl (Freie Wähler). Schade sei, dass wegen der Bauarbeiten ein großer Baum gefällt werden müsse. Es sei überhaupt ein Wunder, dass der Baum grün ist, so Stefan Ruoff, der selbst Gärtner ist. Wichtig sei jetzt, dass die vom Umweltamt angeordneten Ersatzbäume so gepflanzt werden, dass sie auch wachsen können. „Ich finde auch, dass die Pläne eine Verbesserung darstellen.“ Er wollte noch wissen, wo die Fahrradstellplätze für die 22 Wohnungen vorgesehen sind. „In der Tiefgarage“, so die Antwort aus der Verwaltung.

Die Details der Planung

Und hier die Details der Planung: Es geht um zwei nebeneinander liegende Baukörper. Geplant ist die Errichtung von 22 Wohneinheiten, wovon vier Wohneinheiten eine Wohnfläche von nicht mehr als 40 Quadratmetern aufweisen, 18 Wohneinheiten weisen eine Wohnfläche von mehr als 40 bis zu 120 Quadratmeter auf. Der Antragsteller weist die notwendigen Kfz-Stellplätze in der vorliegenden Planung mit 16 oberirdischen Stellplätzen, vier Unterflurparkern und 22 Tiefgaragenplätzen nach.

Unabhängig vom Baugenehmigungsverfahren wird eine Teilfläche im Kreuzungsbereich der Tulpenstraße und des Luitpoldrings vor dem derzeitigen Gebäude der Pension zum marktüblichen Preis an die Gemeinde Vater-stetten abgetreten. Dies ermöglicht die Errichtung eines 1,50 m breiten Gehweges zur Erhöhung der Schulwegsicherheit sowie eine Verbesserung der Sichtverhältnisse im Kurvenbereich. „Wer die Situation dort kennt, weiß, dass wir die Verkehrssituation verbessern müssen“, so Bürgermeister Georg Reitsberger in der Sitzung.

Lesen Sie dazu auch: Parken im Wohngebiet sorgt immer wieder für Ärger

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