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Große Gärten, viele Bäume, viel Grün – das zeichnet das Ortsbild der Gemeinde Vaterstetten aus. Doch der Gartenstadtcharakter der Kommune wird vom Borkenkäfer bedroht. 

Vaterstettener in Sorge

Borkenkäfer bedroht Gartenstadt

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Vaterstetten Försterin schlägt Alarm.  Grundstücke, auf denen Fichten stehen, sind betroffen. Aber die Aufarbeitung der Schäden kann schwierig werden. 

Der Gartenstadtcharakter der Gemeinde Vaterstetten ist bedroht. Bisher ging bei es bei dieser Aussage vor allem um zusätzliche, dichtere Bebauung, im Extremfall nach dem Motto: Baulöwen wollen Gewinn machen. Doch jetzt kommt der Ungemach aus einer ganz anderen Richtung, nämlich durch kleine Käfer, die schon lange in Bayern heimisch sind. Buchdrucker und Kupferstecher heißen sie, bekannter als Borkenkäfer. Sie bohren zur Eiablage vor allen Fichten an, die dadurch geschädigt werden. Und das passiert nicht nur im Wald, sondern eben auch auf mit Fichten bestandenen Grundstücken in der Gemeinde Vaterstetten.

Försterin Kirsten Joas, die für die Kommune zuständig ist, erklärte im zuständigen Ausschuss die Probleme. Befallene Bäume müssen nämlich gefällt werden, damit der Borkenkäfer nicht auf weitere Stämme übergreift. Und dann müsse das Holz abtransportiert werden. Das ist von den Privatgrundstücken gar nicht so einfach, weil es oft eng zugeht. „Die Leute, zu denen ich hinkomme, sind meist komplett hilflos“, sagte Joas.

Im vergangenen Jahr konnte sich der Käfer gut ausbreiten. Denn viele Bäume waren durch den Sturm „Niklas“ vorgeschädigt. „Es war ein sehr örtliches Sturmereignis im Münchner Südosten“, so Joas. „Der Wind hat Schneisen geschlagen.“ Es folgte ein sehr heißes und trockenes Jahr. Für den Borkenkäfer bedeutete das drei Generationen und damit eine deutliche Vermehrung. „Das ist so etwas ähnliches wie das Reiskorn auf dem Schachbrett“, erklärte die Försterin. Nach neuesten Erkenntnissen würde der Käfer ab einer Außentemperatur von 16 Grad „fressen, fliegen und sich vermehren“. Das sei auch im Dezember möglich, wenn es die entsprechende Witterung gebe. „Das ist eine besorgniserregende Sache“, so Joas.

Für den Parsdorfer Hart sei der Käfer immer ein Problem. Aufgetaucht sei er zudem am Kletterwald und auch innerhalb der bebauten Flächen der Gemeinde. Die Maschinen die im Forstbereich zum Aufarbeiten des befallen Holzes eingesetzt würden, seien für die innerörtlichen Bereich einfach zu groß. Das gelte auch für die großen Hacker, mit denen die Äste zerkleinert würden. Die sonst im Garten angewandten Hobbyhäcksler seien aber nicht zu gebrauchen. Da könne man sich wochenlang hinstellen, um Ast für Ast klein zu machen, so der Försterin. Alles anschließend zum Komposthof zu fahren, sei auch nicht so einfach.

Für heuer erwartet die Försterin eine ähnliche Entwicklung wie im vergangenen Jahr. „Das wird 2016 spannend werden. Da kommt noch etwas nach.“

Wolfgang Kuhn, Leiter des Umweltamtes, konnte jedoch zumindest in Bezug auch den Einsatz von Maschinen etwas beruhigen. Man habe inzwischen eine Lösung gefunden.

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