Fahrer wendet bei Rastanlage Vaterstetten

Auf der A 99: Geisterfahrer verursacht schweren Verkehrsunfall

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Vaterstetten - Einen schweren Verkehrsunfall hat ein 21-jähriger Geisterfahrer in den frühen Morgenstunden des Sonntags auf dem Autobahnring München-Ost verursacht. Der Mann war angetrunken.

Laut Polizei soll der 21-jährige Münchner seinen Skoda gegen 4.30 Uhr auf Höhe der Rastanlage Vaterstetten-West auf der Hauptfahrbahn gewendet haben und auf der Richtungsfahrbahn Salzburg entgegen der Fahrtrichtung gefahren sein. Bereits beim Wenden soll es zu einer Gefährdung eines anderen Verkehrsteilnehmers gekommen sein, wobei ein Zusammenstoß nur durch ein rasches Ausweichen verhindert werden konnte.

"Dem jetzigen Stand der Ermittlungen zufolge fuhr der 21-Jährige von der Rastanlage Vaterstetten aus ca. 10 Kilometer als Falschfahrer auf der  A 99", so ein Sprecher der Polizei.  Kurz vor der Anschlussstelle Aschheim kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Pkw eines 50-jährigen Griechen aus München. Die genauen Umstände des Zusammenstoßes sind noch nicht bekannt. Beide Fahrzeuge kollidierten seitlich/frontal auf Höhe der jeweilig linken Scheinwerfer. Durch die Wucht des Aufpralles gerieten beide Fahrzeuge ins Schleuderten und rutschten quer über die Fahrbahn. Der Pkw des Geisterfahrers prallte letztlich noch gegen die rechte Leitplanke, wodurch diese erheblich beschädigt wurde. Als ein nachfolgender Pkw-Fahrer die Unfallstelle passierte, wurden dessen Vorderfelgen durch auf der Fahrbahn liegende Fahrzeugteile beschädigt.

Drei Menschen verletzt, zwei davon schwer

Beide Fahrzeugführer kamen mit Verdacht auf schweren Verletzungen mit dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser, waren allerdings außer Lebensgefahr. Außerdem kam auch der 19jährige Beifahrer des Geisterfahrers leicht verletzt in ein Krankenhaus.

Da ein Atemalkoholtest beim Geisterfahrer positiv war, wurde eine Blutentnahme durchgeführt und sein Führerschein sichergestellt. Insgesamt ist ein Sachschaden in Höhe von ca. 40.000 Euro entstanden.

Gegen den Geisterfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Autobahnpolizeistation Hohenbrunn bittet sowohl Zeugen des Unfalles, als auch Verkehrsteilnehmer die durch den Geisterfahrer gefährdet/behindert wurden sich baldmöglich unter der Telefonnummer 08102/7445-0 zu melden.

Rubriklistenbild: © dpa

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