Buntes Treiben vor der Kirche: Das Vaterstettener Straßenfest hat inzwischen Tradition. Es gibt aber Kritik an Organisation und Konzept.

Antrag an Bürgermeister

Vaterstettener Grüne fordern: Straßenfest zurück zum Ursprung

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Die Vaterstettener Grünen wollen Großveranstaltung wieder beleben und stellen dazu Antrag an Bürgermeister.

Vaterstetten – In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Streit um die größte Veranstaltung in der Gemeinde Vaterstetten gegeben. Verantwortlich für die Organisation des Straßenfestes war zuletzt das Rathaus. Nun wollen die örtliche Grünen aktiv werden und stellen einen Antrag an den Bürgermeister. Die Verwaltung soll dem zuständigen Ausschuss des Gemeinderates zeitnah die Konzeption des diesjährigen Straßenfestes vorstellen. Sollte es ein solches Konzept nicht geben, sollte es erarbeitet und dann vorgestellt werden.

„In den letzten Jahren kam zunehmend Kritik an Terminierung, Planung und Durchführung des Straßenfestes auf“, so der Fraktionssprecher der Grünen, Axel Weingärtner. Insbesondere sei von vielen Besuchern bemängelt worden, dass die örtlichen Vereine auf dem Straßenfest kaum oder gar nicht mehr vertreten seien. „Dies war lange Zeit eine Selbstverständlichkeit und eigentlich auch grundlegend für die traditionelle Veranstaltung rund ums Rathaus“, so Weingärtner. „Immer mehr wurde das Straßenfest in den letzten Jahren von kommerziellen Anbietern verschiedenster mehr oder weniger nützlicher Gegenstände und Dienstleistungen geprägt.“

Dass irgendwelche Firmen beim Straßenfest etwas anbieten, sei „im Grund nicht verwerflich“. Die Grünen wollten jedoch „zurück zum Ursprung“ und die örtlichen Vereine wieder mehr am Fest beteiligen, erklärte Weingärtner gegenüber derEbersberger Zeitung..

Die Grünen sehen jetzt einen geeignete Zeitpunkt für Umorientierung und Neuanfang, nachdem die Organisation des Straßenfestes von gemeindlicher Seite aus nun in neue Hände gelegt worden sei.

Seit Mitte Januar arbeitet Kay Rainer im Rathaus Vaterstetten. Sein offizieller Aufgabenbereich ist „Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement“. Die Stelle wurde neu zugeschnitten. „Ich werde auch für das Straßenfest zuständig sein“, erklärte Rainer auf EZ-Anfrage. Er habe dazu auch schon eine Reihe von Ideen. Spruchreif ist dabei aber noch nichts.

Über einige Jahre hatte sich ein ehrenamtliches Team um das Straßenfest gekümmert. Das Team hatte jedoch 2014 hingeschmissen und mangelnde Unterstützung aus dem Rathaus beklagt, ausgerechnet zum zehnjährigen Jubiläum des Festes.

Von der Verwaltung hieß es damals, die Ehrenamtlichen hätten Forderungen gestellt, die vom Rathaus nicht hätten erfüllt werden können. Der Verein konterte: Man habe nur eine einzige Forderung. Um die Zusammenarbeit mit der Verwaltung effizient zu gestalten, wollen die Organisatoren „einen Ansprechpartner, der mit der nötigen Fach- und Sachkompetenz ausgestattet ist, um innerhalb des Rathauses weitere Weisungen zu erteilen“.

Die langjährigen Organisatoren betonen zudem, der ehrenamtlich tätige Verein haben in den vergangenen Jahren „das komplette wirtschaftliche und rechtliche Risiko für die größte Veranstaltung der Gemeinde Vaterstetten getragen“. Leider sei das Team, das unzählige Arbeitsstunden vor, während und nach dem Fest investiert habe, „von einigen Mitarbeitern der Verwaltung nie als Dienstleister der Gemeinde, sondern als Belastung“ gesehen worden. „Dies war letztlich auch der Grund dafür, das Fest in dieser Konstellation gerade im Jubiläumsjahr nicht auszurichten.“ Ausdrücklich ausgenommen haben die Ehrenamtlichen von ihrer Kritik aber den Bauhof. Danach übernahm die Gemeinde die Organisation des Festes selbst.

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