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Noch Ackerland, bald Baugebiet.

Vaterstetten Nordwest

Neues Dorf: Baubeginn im Herbst

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Vaterstetten – Im Nordwesten Vaterstettens entsteht ein neues Baugebiet für wohl bis zu 1500 Menschen. Im Herbst sollen dir Bagger anrollen können.  Jetzt legte der Gemeinderat neue Kriterien für das Einheimischenmodell fest.

Das ist der nächste große Schritt für das große Baugebiet Vaterstetten Nord/Nordwest in dem einmal rund 1500 Menschen leben sollen, also ein zusätzliches kleines Dorf. In nichtöffentlicher Sitzung erteilt der Gemeinderat Bürgermeister Georg Reitsberger jetzt den Auftrag, mit den Investoren die ausgehandelten städtebaulichen Verträge abzuschließen. Reitsberger lobte das Bauamt. „Das ist ein umfangreiches Werk. Das war sehr viel Arbeit.“

In den Verträgen ist unter anderem geregelt, welcher Investor welche Flächen bekommt. Die sechs Beteiligten verpflichten sich zudem Erschließungskosten zu übernehmen. Gemeinsam wird ein fünfgruppiger Kindergarten gebaut. Festgelegt wurden auch die Ausgleichsflächen. Im geplanten Einheimischenbauland im östlichen Bereich des Areals werden 37 Häuser entstehen. Zudem wird es Eigentumswohnungen im Einheimischenmodell geben, und zwar im südlichen Bereich.

Insgesamt sollen im neuen Wohngebiet im Geschosswohnungsbau etwa 490 Wohneinheiten entstehen, dazu 105 Wohneinheiten in Reihenhäuser und Doppelhäuser und 100 Einzelzimmer in der Erweiterung einer Pflegeeinrichtung.

Baurecht im Herbst

Bürgermeister Reitsberger geht davon aus, dass bis Herbst Baurecht herrscht. Dann erhält die Kommune auch den letzten Teilbetrag von den Investoren für den Verkauf der gemeindeeigenen Grundstücke. Damit sei dann die Finanzierung der neuen Schule gesichert. Baubeginn für die Bildungseinrichtung soll spätestens im Frühjahr 2017 sein. Erste Vorbereitungen soll es laut Bauamtsleiterin Brigitte Littke bereits im Herbst/Winter 2016 geben. 

In öffentlicher Sitzung hatten die Räte zuvor Kriterien zum Einheimischenmodell für Häuser und Eigentumswohnungen zu vergünstigten Preisen festgelegt. Diese Regeln waren schon einmal vor zwei Jahren beschlossen worden, mussten jedoch nach Empfehlungen des Bayerischen Städtetags sowie des Bayerischen Gemeindetags angepasst werden.

Bewerber müssen seit fünf Jahren in der Gemeinde Vaterstetten leben. Antragsberechtigt ist auch, wer innerhalb der letzten fünf Jahre weggezogen ist, aber vorher mindestens zehn Jahre in der Gemeinde seinen Hauptwohnsitz hatte. Auch wer innerhalb der vergangenen fünf Jahre in der Kommune gelebt hat, kann einen Antrag stellen. 

Bei der Vergabe gibt es zudem eine Obergrenze für das Durchschnittseinkommen der Bewerber: Haushalte 75 000 Euro pro Jahr, Alleinerziehende 37 500 Euro pro Jahr, jeweils zuzüglich von Kinderfreibeträgen.

Die Bindungsdauer wird von bisher 15 Jahren auf 20 Jahre verlängert. Ein vorheriger Verkauf ist dennoch möglich. Der Verkäufer muss jedoch einen entsprechenden Ausgleich unter Berücksichtigung der Bodenwertsteigerung für die Restlaufzeit zahlen. Zudem gibt es für die Bewerber eine Punktekatalog, bei dem unter anderem Kinder, Personen mit Behinderung oder Pflegebedürftige in der Familie positiv berücksichtigt werden. Für ehrenamtliches Engagement vor Ort gibt es im Gegensatz zu früher keine Punkte mehr. Eine bisher mögliche Härtefallklausel, wonach sich der Gemeinderat vorbehält, von den Vergabekriterien abzuweichen, wurde ebenfalls gestrichen.

Bauamtsleiterin Brigitte Littke geht davon aus, dass alle Häuser und Wohnungen im Einheimischenmodell vergeben werden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, würde sich der Gemeinderat nochmals mit dem Thema beschäftigen. Dann könnte es eine zweite Runde geben. Einfach auf dem freien Markt verkauft würde nicht.

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