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Zum teil tummelten sich 30 Kinder gleichzeitig in dem Strohballenpool in Vaterstetten. Die Junge Union hatte ihnen diesen Spaß ermöglicht.

Strohballen-Aktion in Vaterstetten: JU-Ortsvorsitzender Florian Pöhlmann zieht Bilanz

„So lange, bis wir einen Badesee haben“

Für viele Daheimgebliebene war der Strohballenpool, den die Junge Union Vaterstetten (JU) für ein Wochenende aufgestellt hatte, die Attraktion des Sommers.

Vaterstetten – Die Ebersberger Zeitungsprach mit Florian Pöhlmann, dem JU-Ortsvorsitzenden und Initiator der Aktion. „Wir haben ganz tolles Feedback bekommen“, freut sich Pöhlmann. Dabei war der Start am Freitag äußerst holprig, weil es schon seit Donnerstag geregnet hatte: „Wir hatten sogar überlegt, die Aktion abzusagen, aber da schon das Straßenfest und der Volksfesteinzug heuer ausfallen mussten, haben wir uns entschieden, die Sache durchzuziehen, zumal die Wettervorhersage fürs Wochenende ja besser war.“ Recht hatten sie: Nachdem am Freitag Abend nur wenige Besucher kamen, war es an den darauf folgenden Tagen umso voller: „Zeitweise waren über 30 Kinder gleichzeitig im Pool.“

Florian Pöhlmann strahlt über den Erfolg der Poolaktion.

Die Idee hatte Pöhlmann im vergangenen Jahr an einem heißen Sommerabend: „Ein Badesee in Vaterstetten war schon immer ein Traum von mir“, erzählt er. Im Internet las er von einem Strohballenpool, begann zu recherchieren und stellte dem JU-Vorstand seine Idee vor. „Da 2017 unser Pilotprojekt war, haben wir es aber nur sehr kurzfristig beworben.“ Der Pool war schon im ersten Jahr ein voller Erfolg bei den Besuchern, nicht aber finanziell: „Wir haben ein ordentliches Minus eingefahren.“ Deshalb hatte das Kernteam heuer schon im März mit der Planung begonnen und ganze Sonntage damit verbracht, die Aktion genau durchzuplanen und die einzelnen Aufgaben zu verteilen. Vor allem wurden Sponsoren gesucht, die das Projekt finanziell oder mit Materialspenden unterstützten.

Eintritt zu verlangen kam nicht in Frage: „Die Aktion sollte ganz bewusst auch für Familien sein, die sich keinen Urlaub leisten können.“ Tatsächlich hat sich bei Pöhlmann eine alleinerziehende Mutter für die Aktion bedankt, die ihr und ihren Kindern viel Freude gemacht habe. „So ein Feedback ist unheimlich berührend, da weiß man dann, für was man all die Arbeit auf sich genommen hat.“

Dank Bürgermeister Georg Reitsberger und seines Stellvertreters Martin Wagner musste die JU für das Gelände an der Johann-Sebastian-Bach-Straße keine Pacht an die Gemeinde zahlen. Pöhlmann verspricht aber: „Wenn die Abrechnung fertig ist und wir danach ein Plus in der Kasse haben, wonach es im Moment aussieht, dann werden wir der Gemeinde den Pachtbetrag für einen guten Zweck spenden.“

Während der Veranstaltung waren rund 35 Helfer in mehreren Schichten im Einsatz. „Für Auf- und Abbau haben wir je zwei Tage gebraucht.“ Die Plakate, die die Aktion im gesamten Gemeindegebiet beworben haben, stehen allerdings auch zwei Wochen später noch: „Die darf nun die Feuerwehr Vaterstetten für ihre Veranstaltung nutzen, weil die keine eigenen Plakatständer hat. Da helfen wir gerne, schließlich hat die Feuerwehr auch uns bei unserer Aktion geholfen.“ Überhaupt, so Pöhlmann, habe es an dem Wochenende ein schönes Miteinander und viel gegenseitige Unterstützung im Ort gegeben.

Für nächstes Jahr hat Pöhlmann schon viele neue Ideen, „mal schauen, was davon umsetzbar ist.“ Eines verspricht er aber schon jetzt: „Ich mache das so lange, bis wir einen eigenen Badesee haben.“

Susanne Edelmann

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