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Bis zum Jahr 2025 soll die Einwohnerzahl der Gemeinde Vaterstetten auf 28.000 wachsen.

Aktuelle Bevölkerungsprognose

Vaterstetten wächst und wächst und wächst

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Eines ist klar: Vaterstetten wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, möglicherweise auf rund 28 000 Einwohner bis zum Jahr 2025. Das wäre nach einer neuen Studie ein Plus von rund 3400 Einwohnern zum Stand von 2015. Der Grund ist vor allem der Zuzug.

Vaterstetten - Eigentlich hätte in der Sitzung des Gemeinderates Vaterstetten die neue Studie zur Einwohnerentwicklung vorgestellt werden sollen. Dabei hätte es auch um eine Einschätzung des Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder gehen sollen. Doch der Punkt wurde kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Begründung von Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler): Die Zeit bis zur Sitzung hätte weder für die Verwaltung noch für die Gemeinderäte ausgereicht, um sich mit der rund 130 Seiten starken Studie ausreichend beschäftigen zu können.

Zentrale Punkte der Untersuchung, die auf Daten der Gemeinde, den Trägern der Betreuungseinrichtung für Kinder und den Schulen, liegen der Ebersberger Zeitung jedoch vor.

Die Gemeinde wird weiter altern

Die Gemeinde soll demnach bis etwa 2020/2021 zunächst weiter altern. Danach wird die Kommune aber immer jünger. Vor allem die Gruppe der Zehn- bis 14-Jährigen wird zunehmend größer (ein Plus bis zu 37 Prozent im Vergleich zu heute). Ähnliches gilt für die Gruppe der Sechs- bis Neunjährigen, also das Grundschul- bzw. Hortalter (ebenfalls ein Plus bis zu 37 Prozent). Auch die Zahl der Kinder im Krippenalter sowie im Kindergartenalter steigt laut der Studie weiter deutlich an, jedoch nicht mehr in dem Umfang, wie in den vergangenen Jahren, sondern etwas weniger. Der Zuwachs beträgt um 25 Prozent.

Die Studie geht davon aus, dass der Bedarf an Krippenplätzen in den kommenden Jahren durch die Schaffung der geplanten Einrichtungen in der Brennerei Baldham-Dorf, Nordwest und Nordost gedeckt werden kann. Möglicherweise könnte sich aber ab dem Jahr 2021/22 ein „leichtes Defizit“ ergeben. Laut Gutachtern ist eine genaue Abschätzung im Krippenbereich jedoch mit großen Schwierigkeiten behaftet.

Kinderbetreuung: Defizit droht

Ähnlich wie bei den Krippenplätzen ist die prognostizierte Entwicklung ebenfallsbei den Kindergartenplätzen. Auch hier soll der Bedarf durch die bereits geplanten Einrichtungen in den kommenden Jahren gedeckt werden können. Bis 2020 könnte es wie im Bereich Krippen in den Kindergärten freie Plätze geben. Danach aber ergibt sich auch hier ein Defizit, wenn nicht gegengesteuert wird.

Im Schulbereich wird sich der Einwohnerzuwachs laut Studie unterschiedlich auf die einzelnen Schulsprengel auswirken. An der Grundschule an der Brunnstraße in Baldham werde die Schülerzahl in der nächsten Dekade „fast konstant“ bleiben. An den beiden anderen Grundschulen in Vaterstetten würde die Wachstumsrate hingegen im zweistelligen Bereich liegen. Ein starkes Wachstum wird wegen der Neubauaktivitäten im Wohnbereich für die Wendelsteinschule erwartet. Die Grundschule in Parsdorf werde etwa um ein Viertel wachsen. Im Jahr 2025 könnte es statt der aktuell 113 Schüler dort im Jahr 2025 rund 140 Schüler geben. In der Mittelschule müsse nach den Gutachtern ebenfalls von steigenden Schülerzahlen ausgegangen werden.

Insgesamt geht die Studie von einer kontinuierlichen Nachfragesteigerung im Bereich Hort aus. Der Bedarf an den Sprengeln Wendelsteinsteinstraße und Gluckstraße wird als vorrangig eingestuft. Laut Gemeinde soll die von den Gutachtern empfohlene Neuorganisation der Nachmittagsbetreuung in Zusammenhang mit dem Neubau der Grund- und Mittelschule neben dem Sportgelände Vaterstetten berücksichtigt werden.

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