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„Nicht mehr ansehnlich“: Das alte Rossini-Zentrum.

Vaterstetten will transparent planen

Rossini-Zentrum: Alle sollen mitspielen im Neubau-Konzert

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Noch sind es nur erste Vorschläge. Die Planung steht am Anfang. Aber Lösungen mit Geschossflächen zwischen 6800 und 10 400 Quadratmetern, mit Gewerbe inklusive einem neuen Vollsortimenter-Supermarkt scheinen möglich.  Es ist ein weiteres Großprojekt in der Gemeinde Vaterstetten: Abriss und Neubau des Rossini-Zentrums.

Vaterstetten –Die Besucherreihen im Sitzungssaal des Rathauses waren voll besetzt. Die Anwohner des in den 1970er Jahren errichteten, derzeit zweigeschossigen Zentrums im Anschluss an die Hochhaussiedlung sind beunruhigt. Sie befürchten eine massive Bebauung auf dem Areal gegenüber des Gymnasiums und haben sich bereits mit einer Unterschriftenliste an die Gemeinde gewandt.

„Städtebaulich ist es nicht mehr sehr ansehnlich“, machte Bauamtsleiterin Brigitte Littke gleich zu Beginn der Sitzung deutlich. Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) betonte: „Wir müssen Verbesserung dort schaffen.“ So sahen das auch die Gemeinderäte. Josef Mittermeier (SPD): „Grundsätzlich ist jede Veränderung an dieser Stelle besser als der Status quo.“ Oder Michael Niebler (CSU): „Ewig kann man das Rossinizentrum nicht mehr lassen. Es ist aus der Zeit gefallen.“

Klar war im Gremium auch, dass die Anwohner in das Projekt einbezogen werden sollen und dass größtmögliche Transparenz notwendig ist. Deshalb behandle man das Thema auch in öffentlicher Sitzung und nicht „im Hinterzimmer“, so Niebler. „Die Anlieger sind mit Gewissheit mit dabei“, versprach auch Reitsberger. In die Planung einbezogen werden könnte ein angrenzendes Gelände im Eigentum der Gemeinde. Verständnis zudem für die Eigentümer des Zentrums, wie es unter anderem Grünen-Sprecher Axel Weingärtner formulierte. Man müsse aber mit Augenmaß vorgehen.

Ein weiterer Punkt, bei dem sich die Räte weitgehend einig waren: Die Planungen auf dem Gelände des Rossini-Zentrums sollen mit der Entwicklung auf dem gegenüberliegenden Gelände der Grund- und Mittelschule abgestimmt werden. Darauf hatten vor allem Renate Will (FDP) und Herbert Uhl (Freie Wähler) hingewiesen. Dort werden nämlich die maroden Gebäude der Bildungseinrichtung abgerissen. Eine neue Schule entsteht am Sportzentrum. Nach dem Umzug sind auf dem frei werdende Grundstück 150 bis 160 neue Wohnungen vorgesehen. Ein Problem: Wenn beide Projekt parallel umgesetzt werden sollen, würde sich die Entwicklung auf dem Schulareal verzögern. Und da auch am gegenüberliegenden Gymnasium zeitnah eine Erweiterung vorgesehen ist, könnt es zu einer Großbaustelle im Viertel kommen. Das Bauamt rät zu einer „zeitlichen Staffelung“.

Ob oder wie all diese Punkte unter einen Hut gebracht werden können, werden die nächsten Monate zeigen. „Wir sind uns bewusst, dass wir da ein große Aufgabe haben“, sagte Bürgermeister Reitsberger.

Der Gemeinderat beschloss an diesem Abend auch, dass das Rathaus für die Bücherei verschiedene Standorte prüfen soll, unter anderem am Rossinizentrum. Eine Lösung dort auf dem gemeindeeigenen Grundstück, kombiniert mit etwa 20 Wohnungen, könnte nach ersten Schätzungen rund 11,5 Millionen Euro kosten.

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