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Nach dreijähriger Pause wieder am Aschermittwochs-Rednerpult: CSU-Fraktionssprecher Michael Niebler. 

Politischer Aschermittwoch der CSU Vaterstetten

Landrat kann bald Bürgermeister werden

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Die Vaterstettener CSU hat ein Geheimnis gelüftet: Büttenredner Michael Niebler legte dem amtierenden Landrat Robert Niedergesäß (CSU) indirekt nahe, sich um das Bürgermeisteramt zu bemühen, wenn der aktuelle Rathauschef Georg Reitsberger (FW) in Ruhestand geht.

Vaterstetten – Es war eine gut aufgelegte Rede mit einer großen Portion Selbstironie, die der Fraktionssprecher der CSU im Gemeinderat bei der Veranstaltung im „Altschütz“ hielt. Zunächst erklärte Niebler, er selbst hätte nie den Ehrgeiz gehabt, Bürgermeister zu werden. Aber derzeit seien sowohl der zweite als auch der dritte Bürgermeister, Martin Wagner und Günter Lenz, in Urlaub. Wenn jetzt ein Schelm Reitsberger etwas ins Glas schütten würde, dieser ins Krankenhaus käme und dort bleiben müsste, dann wäre nach Geschäftsordnung das dienstälteste Mitglied im Gemeinderat Rathauschef. Das ist nach Wagner Niebler. In Abwesenheit der drei Amtsinhaber sei er dann „Alleinherrscher“. Er würde den Gemeinderat nicht mehr einberufen. „Ich würde allein entscheiden. Ich würde all das machen, was ich schon immer machen wollte, aber nicht durfte.“

Später erinnerte Niebler daran, dass Niedergesäß, als er noch Vaterstettener Bürgermeister war, „nur 1a-Termine gehabt habe, alle wichtig und schön.“ Als Landrat müsse er nun auch in „kleinere Formate“ einsteigen. „Ich kann dir nur sagen: Wenn du dich nach der großen weiten Welt zurück sehnst, ab 1. Mai 2020 ist das wieder möglich, der Stuhl von Schorsch wird frei, er darf altersbedingt nicht mehr kandidieren.“

Auf die Schippe nahm Niebler Bürgermeister Reitsberger wegen dessen „Lieblingsbeschäftigung“, den Gratulationen. Diese seien in der Regel auch Verwandtenbesuche, denn es gebe kaum einen Bürger, mit dem „der Schorsch nicht über fünf Ecken irgendwie verwandt ist“, übrigens auch mit Niebler selbst, wie der Redner genussvoll aufdröselte. Er wies jungen Gemeinderatskollegen mangelnde Geografie-Kenntnisse nach und schob anderen nicht ernst gemeinte Geschichten unter. So mutmaßte er, dass Josef Mittermeier (SPD), wenn er denn unverheiratet wäre, bei einem Wunsch von Heidi Klumm nach einer „feurigen Nacht“ zunächst einen Kriterienkatalog aufstellen würde. Einen Kriterienkatalog vertritt Mittermeier bei der Belegung des neuen Gewerbegebietes.

Mancher Zuhörer hatte sich vom Redner etwas mehr Biss erwartet. Michael Niebler blieb jedoch „nett“. Amüsant war der Abend jedoch auf jeden Fall.

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