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Das Team (v.l.): Gerd Reich (Kassier), Herbert Kunzmann (Beisitzer), Franz Bichlmeier (1. Vorsitzender), Ullrich Weiß (Baumwart), Erika Pfaff (Beisitzer), Anna Redinger (Jugendbeauftragte), Johann Gunszt (Schriftführer), Liesl Rohrmayer (Ehrenmitglied), Gudrun Mitteneder-Runge (Beisitzer), Bianca Schermer (Beisitzer), Friederike Mugele (Kreisvorsitzende), Gerhard Schaffelhofer (2. Vorsitzender), Annemarie Bichlmaier (Beisitzer) und Georg Reitsberger (Ehrenvorsitzender). Nicht auf dem Bild sind die Beisitzer Stefan Ruoff, Sylvia Berg, Wolfram Franke, Maria Wirnitzer und Daniele Behrens. Foto: Verein

Gartenbauverein Vaterstetten will helfen

Bienen sollen sich wieder wohlfühlen

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Der Vaterstettener Verein für Gartenbau und Ortsverschönerung will einen Beitrag leisten zur Erhaltung von Bienenvölkern - im eigenen Garten.

Vaterstetten – „Gärten sollten bienenfreundlich gestaltet werden.“ Diesen Aufruf richtete bei der Jahreshauptversammlung der wiedergewählte Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Ortsverschönerung Vaterstetten, Franz Bichlmeier, nicht nur an die mehr als 450 Mitglieder, sondern an die Bevölkerung ganz allgemein. Er griff damit eine landkreisweite Aktion zum „Jahr der Bienen“ auf. „Wir sind gefordert, unseren Beitrag zu leisten.“

Bichlmeier erinnerte an die Wichtigkeit der Bienen zur Bestäubung von Obstbäumen und berichtete von Bemühungen in Kalifornien, wo Bienenstöcke von Obstbaugebiet zu Obstbaugebiet transportiert werden, oder in Japan, wo Bestäubung inzwischen mit Drohnen stattfindet. Alarmierend ist für Bichlmeier der generelle Rückgang von Insekten, der zum Teil an Flächenverlusten, zum Teil am Einsatz von Pestiziden liege. Man müsse sich bemühen, entsprechende Mittel nicht einzusetzen. Bichlmeier erzählte von Forschungen, um aus Disteln wirksame Stoffe herzustellen. „Ob das funktioniert, weiß ich aber nicht.“

Eines der wichtigsten Ereignisse für den im Jahr 1900 gegründeten Traditionsverein war im vergangenen Jahr die Eröffnung des Vereinsgartens (wir berichteten). Dort wurde ein alter Bienenkorb aufgestellt. Heuer soll ein Schulbienenkasten hinzukommen. Dazu kommen spezielle Angebote für Kinder. Im Garten steht unter anderem eine Sitzgruppe aus Holz, die in den Steinhöringer Werkstätten hergestellt wurde. Das Dach des Gartenhäuschens wurde begrünt. Verschiedene Bereiche wurden angelegt. Derzeit ist der Garten geschlossen, im Frühjahr soll er aber wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Geplant sind dort regelmäßige Treffen von Vereinsmitgliedern. Natürlich wird auf dem Gelände auch gearbeitet. „Der Garten ist nie fertig.“

Bürgermeister Georg Reitsberger, über viele Jahre Vorsitzender des Vereins, freute sich darüber, dass die Gemeinde der Organisation das Grundstück für den Garten angeboten hat. „Und die machen ein Paradies draus.“ Lob gab es von Reitsberger auch für die schnell durchgeführte Wahlen. Alle Mitglieder der Vorstandschaft wurden per Handzeichen und einstimmig gewählt. „Das beweist das gute Einvernehmen im Verein. Das gibt es selten ein zweites Mal.“

Auch für dieses Jahr haben sich die Gartler viel vorgenommen. Unter anderem wird es öffentliche Vorträge zur Vielfalt von Kohlsorten, zur Symbolik der Pflanzen, eine „vergessene Wissenschaft“, wie Bichlmeier betont, eine Kräutersammlung oder eine Pilzwanderung geben.

Der Vereinsausflug der Gartler führt heuer zum Neusiedler See und nach Wien, organisiert wie schon in den vergangenen Jahren von Schriftführer Hans Gunszt. Der will diese Aufgabe jedoch bald abgeben. „Vielleicht kann ich ihn ja überreden, es noch einmal zu machen“, meinte Bichlmeier schmunzelnd.  lan

Weitere Informationen

im Internet unter www.gbv-vaterstetten.de

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