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Aus dem Schotterweg soll eine ausgebaut Straße werden, jedoch durch mehrere Maßnahmen verkehrsberuhigt. Das neue Baugebiet ist links des Weges geplant. 

Vaterstettener Gemeinderat kommt Anwohnern am Parsdorfer Weg entgegen

Mit Spielstraße Verkehr bremsen

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Der Widerstand der Anwohner hatte wohl doch Erfolg. Jedenfalls sieht es momentan ganz danach aus.

Vaterstetten– Am neuen Baugebiet an der Johann Sebastian Bach Straße am Ortsrand von Vaterstetten könnte nun aus einem Teil der künftigen Erschließungsstraße „Parsdorfer Weg“ eine Spielstraße werden. Zumindest soll das geplant werden. Derzeit ist dort nur ein Feldweg, der von Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Der Vorschlag dazu kam von CSU-Gemeinderat Stefan Huber. Damit wäre die Verbindung als Durchgangsstraße unattraktiv, so sein Argument. Huber hatte schon im August, als das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung stand, betont, ein neues Baugebiet müsse seinen Verkehr in sich selbst abwickeln. Das dürfe nicht zu Lasten bestehender Gebiete gehen (wir berichteten). Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) kündigte jetzt im Gemeinderat zudem an, es werde Gespräche mit den Anwohnern geben, in denen die gesamte Situation erörtert werden soll.

Hintergrund: Im Baugebiet Vaterstetten Nord-Ost an der Johann Sebastian Bach-Straße sind auf einem Gelände von etwa zwei Hektar 21 Reihenhäuser sowie acht Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Zudem geht es um Sozialwohnungen, eine Kindertagesstätte und zusätzliche Wohnungen für die Sozialeinrichtung „Haus an der Dorfstraße“. Die Anwohner der bestehenden Siedlung befürchten mehr Verkehr, wenn aus dem geschotterten Parsdorfer Weg eine Verbindungstrasse zwischen der Dorfstraße und der Johann Sebastian Bach-Straße wird. Sollte es wider Erwarten „zu unerträglichen Verkehrsbelastungen“ kommen, „haben wir immer noch die Möglichkeit, mit einem Poller zu reagieren. Wir verbauen uns nichts“, hatte Bürgermeister Georg Reitsberger im August erklärt.

Bauamtsleiterin Brigitte Littke hatte betont: „Wir können nicht jede Straße sperren, wir brauchen auch freie Abflüsse, sonst leben wir in Stichhausen.“

Nun sind eine Reihe von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am Parsdorfer Weg geplant. Unter anderem sollen Längsparker an der Straße für eine Bremswirkung sorgen. Vorgesehen ist auch mit dem Investor in Bezug auf einen lärmmindernden Belag für die Straße zu verhandeln. Der Parsdorfer Weg soll zudem auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern begrenzt werden. Auch könnte die Fahrbahn versetzt werden. Im November soll das Thema erneut auf der Tagesordnung stehen.

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