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Der Münchner Kletterwald in Vaterstetten erfreut sich großer Beliebtheit – was zu Verkehrsproblemen führt. 

Weil immer wieder Autos verkehrswidrig abgestellt werden

Vaterstettener Grüne fordern Tempolimit am Kletterwald

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Ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern wollen die Vaterstettener Grünen an der Ottendichler Straße auf Höhe des Münchner Kletterwalds und seines Parkplatzes in beiden Richtungen. Dazu haben sie nun einen Antrag gestellt.

Vaterstetten – An sonnigen Tagen, besonders an Wochenenden, reiche die Anzahl der Parkplätze am Münchner Kletterwald nicht aus, sagt Axel Weingärtner, Fraktionssprecher der Grünen, zur Begründung des Antrags. Deshalb parkten die Besucher ihre Autos „gesetzwidrig an den Straßenrändern“. In beiden Fahrtrichtungen würden die Grünstreifen direkt neben der Fahrbahn zu Parkplätzen umgenutzt. Kletterwaldbesucher stiegen ein und aus und gefährden damit sich und andere massiv. „Ganz besonders gefährdet sind hier natürlich Kinder“, so Weingärtner.

Bisher ist an dieser Stelle eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 Stundenkilometern angeordnet. Das sei angesichts der Situation vor Ort „völlig unangemessen“, so die Grünen. Hier werde Gesundheit und Leben von Menschen aufs Spiel gesetzt. Deshalb beantrage die Fraktion ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern, damit die Chance, im Notfall rechtzeitig bremsen zu können, deutlich erhöht würde.

Wolfgang Estermann, Betreiber des Kletterwaldes, steht der Diskussion neutral gegenüber. Er betont, dass vor der Eröffnung der Einrichtung ein Verkehrsgutachten angefertigt worden sei. Damals habe man die Geschwindigkeit von vorher erlaubten 100 Stundenkilometern auf 80 Stundenkilometer beschränkt. Ob eine weitere Geschwindigkeitsbeschränkung sinnvoll sei, wisse er nicht. „Ich bin da kein Fachmann.“

Estermann betont jedoch auch, dass im Verkehrsgutachten die Größe des Parkplatzes als ausreichend angesehen worden sei. Und der Betreiber gibt zu bedenken, dass am Wochenende, wenn auf der Anlage sehr viel Betrieb herrsche, die Straße nicht wie während der Woche von Pendlern benutzt werde. Zum Schutz der Gäste sei zwischen Kletterwald und Straße zudem ein Totholzbereich eingerichtet worden., „damit die Kinder nicht auf die Straße laufen“, so Estermann.

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