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Werbung war erfolgreich (v.r.) : Herma Schlömer von Düsterloh und Hans-Günter Kempf vom Seniorenbeirat sowie Gemeinderat Benedikt Weber, der die Initiative unterstützt, im September vor einem Fahrzeug der Autoteiler 

Dafür wird ein Verein gegründet

Vaterstettener Seniorentaxi gibt Gas

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Jetzt hat es geklappt. 23 Unterschriften von Gründungsmitgliedern belegen den Start für den „Förderverein Senioren Vaterstetten“. Eines der Hauptziele ist es, die Mobilität älterer Mitbürger zu verbessern.

Vaterstetten – Konkret geht es um ein „Seniorentaxi“, das unter anderem für Besorgungsfahrten oder Fahrten zu Arztbesuchen im Gemeindegebiet genutzt werden soll. Der Service soll ehrenamtlich organisiert werden. Eine Fahrt soll zwischen zwei und drei Euro kosten, wie Hans-Günter Kempf vom Seniorenbeirat bei der Vorstellung des Konzeptes im Sitzungssaal des Rathauses erklärte.

Die Bemühungen für ein „Seniorentaxis“ laufen schon länger. Das Projekt hatte sich zuletzt nur sehr zäh entwickelt. Im September hatten Kempf und Herma Schlömer von Düsterloh vom Seniorenbeirat, unterstützt durch Gemeinderat Benedikt Weber (CSU), intensiv die Werbetrommel gerührt. Mit Erfolg. Über 30 Interessierte waren jetzt ins Rathaus gekommen, 23 trugen sich die Gründungsliste ein und mehr als zehn Personen meldeten sich auf die Frage, wer denn möglicherweise als ehrenamtlicher Fahrer zur Verfügung stehen würde. Kempf rechnet damit, dass man wohl 30 bis 40 Fahrer brauchen werde, deren Einsätze über eine zentrale organisiert werden sollen. Die Gründung eines Vereins ist vor allem aus Versicherungsgründen notwendig. Die vorgeschlagene Satzung ist bewusst offen formuliert, sodass auch weitere Aktivitäten möglich sind. Angedacht ist in Bezug auf die benötigten Fahrzeug eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Autoteilern.

Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) freute sich über die Entwicklung. „Das ist eine echte Bereicherung“, sagte er beim Treffen. Senioren könnte sich beispielsweise auch zur S-Bahn bringen lassen, um dann mit dem Zug nach München zu fahren. In der umgekehrten Richtung könnten sie sich später auch wieder am Bahnhof abholen lassen, um nach Hause zu kommen und um nicht im Dunklen alleine unterwegs zu sein. „Es geht auch um die Sicherheit.“ Das hielt Gemeinderat Josef Mittermeier (SPD) für ein gutes Beispiel. Er plädierte dafür, verschiedene Angebote zu kombinieren. Demnach sollte die S-Bahn zu einer Fahrt nach München genutzt, das Seniorentaxi solle jedoch nicht bis in die Landeshauptstadt fahren.

Als nächster Schritt wird jetzt zu einer Versammlung eingeladen, bei der ein Vorstand für den neuen Verein gewählt wird.  

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