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Trostlos: Der Vaterstettener Wochenmarkt am Donnerstag vor dem Rathaus.

Konzept dringend gesucht

Vaterstettener Wochenmarkt dümpelt vor sich hin

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Es gibt nichts zu beschönigen: Auf dem von der Gemeinde veranstalteten Wochenmarkt am Donnerstag vor dem Rathaus Vaterstetten nimmt die Zahl der Stände ständig ab. Immer weniger Kunden kommen. Jetzt soll sich ein Arbeitskreis des Gemeinderats mit dem Thema beschäftigen.

Von Robert Langer

Vaterstetten–  Zunächst soll der Wochenmarkt weiter laufen. Parallel dazu gibt es jedoch in der Gemeinde erfolgreiche Konkurrenz, nämlich den von den Anbietern organisierten Bauernmarkt am Freitag am Reitsberger Hof.

Seit 1974 findet der Markt am Rathaus statt. Regelmäßig am Donnerstag von 7 bis 13 Uhr. Doch die Akzeptanz sinkt. „Ein schwieriges Thema“, sagt der zuständige Wirtschaftsförderer im Rathaus, Georg Kast, in der Sitzung des Finanzausschusses. Früher habe es einen „zugkräftigen Obst- und Gemüsehändler gegeben“, mit zwölf bis 15 Angestellten. Der hatte aber aufgehört, ebenso wie ein Metzger, der aus Altersgründen seinen Stand aufgab. Ein weiteres Manko: fehlende Parkplätze. Kast will die Standbetreiber stärker einbinden. Es soll zusätzliche Aktionen geben. „Wir haben auch mit den umliegenden Geschäften gesprochen. Die würden sich beteiligen“, meint Kast. Geplant ist unter anderem ein Marktfest. Und die Aufstellung der Stände könnte verändert werden.

Christl Mitterer (CSU) kritiert: „Kosmetische Aktion bringen nichts. Wir müssen das komplett neu anziehen. Wir basteln schon länger herum. Das einzige was uns hilft ist ein Neustart.“

Möglicherweise sei auch der Vormittagstermin beim Markt vor dem Rathaus nicht mehr zeitgemäß, so ein Argument in der Diskussion. Früher kamen Mütter mit ihren Kindern zu diesem Treffpunkt. Aber viele Frauen seinen inzwischen berufstätig. Als Problem wurde auch gesehen, dass die beiden Märkte in der Gemeinde mit Donnerstag und Freitag auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. „Die Tage müssten auseinander liegen“, so Maria Wirnitzer (SPD). Zwei Märkte im Ort sieht sie jedoch nicht kritisch. Eine „Gemeinde unserer Größenordnung“ könne das vertragen. Man müsse aber auch einen anderen Standort prüfen, beispielsweise in Baldham.

Dem widerspricht Vize-Bürgermeister Martin Wagner (CSU). „Baldham ist eine andere Baustelle. Wir wollen das Ortzentrum von Vater-stetten stärken.“ Drei Märkte würde die Gemeinde nicht verkraften. Möglich erscheint, den Markt auf den nahen Kirchplatz zu verlegen, was jedoch von den Standbetreibern kritisch gesehen wird. Angesprochen wird auch, für den Markt in Vaterstetten den Bauernverband mit ins Boot zu holen oder die Organisation an die „Marktgilde“ zu übergeben, die deutschlandweit Veranstaltungen organisiert. Dafür müsste die Gemeinde aber zusätzlich Geld in Hand nehmen. Nun soll zunächst ein Arbeitskreis beraten.

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