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Zentrale Lage: Die Wendelsteinschule in der Nähe von Kirche und Rathaus.

Wendelsteinschule in Vaterstetten

Jedes Jahr ein Klassenzimmer mehr

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Renate Will brachte es auf den Punkt. „Das ist eine Flickschusterei“, kritisierte die FDP-Gemeinderätin im Vaterstettener Familienausschuss. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept“, sonst werde es irgendwann so teuer, „dass wir sagen müssen, wir können die Schule nicht mehr erhalten“.

Vaterstetten– Es geht um die Schule an der Wendelsteinstraße. Schon seit Jahren läuft die Diskussion um Abriss oder Sanierung. Vor zwei Jahren musste wegen statischer Probleme die Turnhalle mit Stahlträgern gesichert werden um eine sehr teure Sanierung oder einen Neubau zu vermeiden. Die Kosten für die Sicherung wurden mit rund 100 000 Euro veranschlagt. Jetzt sind zusätzliche Klassenzimmer das Thema.

Im aktuellen Schuljahr werden in der Wendelsteinschule für den normalen Schulunterricht 13 Klassenzimmer benötigt. Neun Klassenräume im ersten Obergeschoss und vier Klassenräume im Erdgeschoss.

Aufgrund der erst kürzlich vorgestellten Einwohnerprognose wird wegen steigender Schülerzahlen im kommenden Schuljahr 2017/2018 an der Wendelsteinschule ein weiteres, also ein 14. Klassenzimmer benötigt. Für das Schuljahr 2018/19 ist laut Rathaus zu erwarten, dass „spätestens dann durch ebenfalls vier Eingangsklassen 15 Klassenzimmer benötigt werden“.

„Wir haben uns die Köpfe zerbrochen, was wir tun können“, so Abteilungsleiterin Linda Wagner im Ausschuss. Um das 14. Klassenzimmers zu bekommen, soll zum kommenden Schuljahr das derzeit von der Mittagsbetreuung genutzte Klassenzimmer, auch „Pippi Langstrumpf“ Raum genannt, wieder als Klassenzimmer umfunktioniert werden. Die Mittagsbetreuung soll in die derzeit von der Musikschule genutzten Räumlichkeiten im Erdgeschoss umziehen. Für die Veränderung notwendigen Umbaumaßnahmen werden auf rund 50 000 Euro geschätzt.

Ein derzeit als Werkraum genutzter Raum könnte dann später das benötigte 15. Klassenzimmer werden. Hierzu liegen laut Rathaus aber noch keine Planungen und damit auch keine Kostenschätzungen vor.

SPD-Gemeinderätin Koch sieht noch ein anderes Problem: „Wir müssen Gedanken machen zu Hortgruppen.“ Wenn die neue Schule am Sportzentrum in Betrieb geht, in dieser Woche ist Spatenstich, werden wohl auch die Schulsprengel geändert, sprich die Zuordnung der Schüler nach Wohnort zu einer Schule, wir es wieder Veränderungen geben. „Wir müssen im Arbeitskreis ganzheitlich und langfristig planen“, so Koch. Bürgermeister Georg Reitsberger stimmte zu: „Die Situation der Hortplätzte ist eine unserer großen Aufgaben. Eine bessere Übersicht haben wir nach der Schuleinschreibung.“

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