Junge Forscher vom Humboldt-Gymnasium mit ihrer Seminarleiterin Martina Siebs. Foto: kn

Ausstellung im Rathaus

Brennereien und Olympische Spiele

Vaterstetten - Von der Rolle der Zwangsarbeiter im Landkreis Ebersberg bis zu den Olympischen Spielen 1972 spannt sich der Bogen.

Im Rahmen der Seminararbeit, die ein jeder angehende Abiturient schreiben muss, haben sich die jungen Forscher in einem so genannten W-Seminar des Faches Geschichte 2015/16 am Humboldt Gymnasium Vaterstetten mit der politischen Geschichte des Landkreises Ebersberg auseinandergesetzt. Ein Jahr saßen 14 Zwölftklässler daran, auf bis zu 20 Seiten besondere politische Ereignisse historisch zu beleuchten und kritisch zu reflektieren. Jetzt werden die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert.

Historie Vaterstettens ist Thema

Es geht unter anderem um historische Vaterstettener Themen wie die Brennereien in der Gemeinde, das Thorak-Gebäude, also dem Atelier eines der populärsten Bildhauers im Dritten Reich, oder die Umgehungsbahnstrecke aus dem Jahr 1944 von Feldkirchen nach Zorneding, die von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs gebaut wurde und an die ein historischer Bahnwaggon an der Straße nach Baldham Dorf derzeit erinnert. Zudem werden die Entwicklung der Energiegewinnung, die Rolle der Zwangsarbeiter, das Bauernsterben sowie Gerichtsverfahren gegen Widerständler im Dritten Reich beleuchtet, ebenso wie das Schicksal der Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945, die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises nach 1945, Betriebsgründungen im Landkreis in den 50er Jahren oder die Olympischen Spiele 1972.

Zu sehen sind die Arbeiten vom 17. bis zum 25. Februar im Rathaus Vaterstetten. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung durch Bürgermeister Georg Reitsberger, Gemeindearchivarin Ulrike Flitner und Seminarleiterin Martina Siebs findet am 17. Februar um 18 Uhr im Lichthof des Rathauses an der Wendelsteinstraße statt.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann in der Zeit von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr besucht werden.

Von Robert Langer

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