Der neue Vorstand (v.l.): 1.Kassier Korbinian Fleck, Schriftführer Florian Berger, 1. Vorstand Niklas Kappert, 2.Vorstand Maximilian Stiller und 2.Kassier Michael Fietz. Foto: verein

Fest-Absage in Vaterstetten

Burschen kritisieren Rathaus

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Vaterstetten - Die Absage des Wein- und Weißbierfests hat ein tiefes Loch in die Vereinskasse gerissen. Die Burschen sind sauer.

Das ist deutlich: Eine „Frechheit“ war laut dem neuen Vorsitzenden der Burschen, Niklas Kappert, der Umgang des Rathauses Vaterstetten mit dem Verein. Die Burschen mussten ihr Wein- und Weißbierfest im vergangenen Jahr absagen. Grund war mangelnder Brandschutz an der Veranstaltungshalle auf dem Hof von Bürgermeister Georg Reitsberger.

Die Kritik der Burschen zielt jetzt vor allem darauf ab, dass die Versagung der Genehmigung erst wenige Wochen vor dem geplanten Festtermin im September kam. In der Verantwortung sieht Kappert dabei Vizebürgermeister Martin Wagner. „Ein Fest ist von langer Vorbereitung geprägt und die Band muss rechtzeitig reserviert werden. Die schriftliche Absage der Gemeinde kam Mitte August, so dass wir der Band eine Entschädigung bezahlen mussten, die den Verein empfindlich getroffen hat.“ Es geht dabei um rund 2000 Euro. „Der Burschenverein Vaterstetten blickt „auf ein eher schlechteres Jahr 2015 zurück“, so der Vorstand. Ausgeglichen werden konnte das in der Vereinskasse laut Kappert durch Erlöse bei den Altpapiersammlungen des Vereins sowie die Organisation und Durchführung des Parkservices beim Wollmarkt am Reitsbergerhof. „Der durfte nämlich letztendlich stattfinden“, merkt der neue Vorsitzende kritisch an. Aktuell verhandle der Verein noch mit der Gemeinde, ob ein Teil der durch die Absage entstandenen Kosten durch die Kommune übernommen werden könnten. „Der Burschenverein Vaterstetten hofft, dass die Gemeinde mehr Willen zeigt, Traditionsfeste zu erhalten“, so Kappert.

Bis März soll eine Entscheidung her

Eine Entscheidung über die Genehmigung des diesjährigen Wein- und Weissbierfest müsse bis März fallen, um sicher für September planen zu können, erklärte Kappert gegenüber der EZ. Mit dem Thema soll sich auch der Gemeinderat beschäftigen.

Die Pläne der Burschen gehen noch weiter. Im kommenden Jahr steht das 15-jährige Gründungsfest des Vereins an. Das würden die Burschen gerne mit Festzelt auf dem Volksfestplatz der Gemeinde feiern. Da muss aber wohl noch verhandelt werden.

Aber die Burschen wollen jetzt nach vorne blicken. Bei der Jahreshauptversammlung wurde eine neue, junge Vorstandschaft gewählt. In seinem Amt wurde der 2. Kassier Michael Fietz bestätigt. Die anderen Ämter wurden neu besetzt. Als 1.Vorstand wurde Niklas Kappert gewählt, der ehemalige zweite Vorstand. Das Amt des Schriftführers übernimmt Florian Berger, den Posten des 1. Kassier bekommt Korbinian Fleck. Zur Unterstützung der Vorstandschaft wurden Quirin Reitsberger und Dominik Fietz als Beisitzer gewählt. Die Vereinsfahne wird in Zukunft vom Fähnrich Tobias Meister getragen, der zugleich Zeugwart und Hausmeister des Vereinsheims ist. Die Fahnenbegleitung übernehmen Florian Berger und Stefan Moser. „Wenn es um Tradition geht, darf der Burschenverein nicht fehlen“, so Kappert. Auch heuer will der Verein mit seiner Fahne die Gemeinde Vaterstetten in den umliegenden Ortschaften repräsentieren. Neue Mitglieder werden auch gesucht. Alle Burschen sind beim Stammtisch jeden Donnerstag ab 20 Uhr willkommen.

Kontakt: Wer Interesse am Burschenverein Vaterstetten hat, kann sich im Internet unter www.BV-Vaterstetten.de informieren.

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