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Vaterstettener FDP: Bildung vor Bürgersaal

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Investitionen in die Schulen haben für die Vaterstettener FDP die höchste Priorität.  Foto: ddp
Investitionen in die Schulen haben für die Vaterstettener FDP die höchste Priorität. Foto: ddp

Vaterstetten - Die Vaterstettener FDP setzt Prioritäten bei den künftigen Bauvorhaben in der Gemeinde. Die klare Aussage: Investitionen in Kinderkrippen und in die Sanierung von Schulen vor Investitionen in einen Bürgersaal.

Zudem soll die Gemeinde beim Ausbau von Ganztagsschulen selbst Geld in die Hand nehmen, so die Forderung der Liberalen.

Die FDP sei der einhelligen Meinung, dass ein Bürgersaal, gleich welcher Art, ob an das Rathaus angedockt oder nicht, hinter die notwendigen Schulhaussanierungen zurücktreten müsse, so Gemeinderat und 3. Bürgermeister Wolfgang Will in einer Presseerklärung. Das Investitionsvolumen für die notwendigen Sanierung bewege sich momentan in Bezug auf die Grund- und Hauptschulen bei insgesamt 15 Millionen Euro. Der Sanierungbedarf sei bei der baulich angeschlagenen Hauptschule am höchsten. Die FDP-Mitglieder stimmten dem Vorschlag zu, auf jeden Fall in Erwägung zu ziehen, die Hauptschule abzureißen und, zusammen mit der Grundschule in der Gluckstraße, ein neues Schulzentrum zu errichten.

Vorstellungen zur Finanzierung gibt es auch. Sollte nämlich Geld aus Grundstücksverkäufen in Vaterstetten-West zur Verfügung stehen, so müsse dies nach Ansicht der FDP auf jeden Fall in die Bildung investiert werden.

Man müsse auch Geld in die Hand nehmen, nicht nur für die Sanierung der Schulen, um für zuziehende junge Familien die Gemeinde attraktiv zu machen, sondern auch für den weiteren Ausbau von Kinderkrippenplätzen und insbesondere für Ganztagsschulen, so Will. Eine Verzahnung der Schaffung von Kinderkrippenplätzen mit Ganztagsschulen sei dringend notwendig.

Es gehe nicht an, dass man jungen Familien Kinderkrippenplätze anbiete, gleichzeitig aber das Projekt Ganztagsschule vernachlässige beziehungsweise in den Hintergrund stelle, so der FDP-Gemeinderat. „Es reicht für eine Kommune wie Vaterstetten nicht aus, bei Ganztagsschulen nur auf die Zuschüsse der Landesregierung zu setzen.“ Man müsse auch eigenes Geld in die Hand nehmen, um den „Ganztagsschulprozess“ nach vorne zu bringen.

Es reiche auch nicht aus, so Will weiter, bei Ganztagsschulen nur auf einzelne Ganztagszüge zu setzen, sondern es müsse nach und nach eine generelle Umstellung erfolgen, dass alle am Ort vorhandenen Grundschulen komplett in Ganztagsschulen umgewandelt würden. Dabei soll beim Angebot „gebundene Ganztagsschule“ die Hauptschule Vorrang genießen.

Von Robert Langer

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