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Windräder sollen ihre Voreile „ausspielen“ können, so die Forderung der Energiewende Vaterstetten.

Energiewende

Vaterstettener fordern: Weg mit der 10H-Regel bei Windrädern!

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Weg mit der 10H-Regelung bei den Windrädern: Es ist eine Forderung, auch wenn sie als Bitte formuliert ist. Mit einem Brief hat sich die „Energiewende Vaterstetten“ an die Minister Hubert Aiwanger (Wirtschaft und Energie) und Thorsten Glauber (Umwelt, beide Freie Wähler) gewandt.

Hubert Aiwanger.

Vaterstetten/Zorneding –  Unterschrieben haben auch die Bürgermeister von Vaterstetten und Zorneding, Georg Reitsberger (Freie Wähler) und Piet Mayr (CSU) als Aufsichtsräte in der Energiegenossenschaft. Erinnert wird dabei an einen Dringlichkeitsantrag der Freien Wähler im Landtag zu diesem Thema, als diese noch in der Opposition waren. Jetzt sitzen sie in der Regierung. Und das will die Vaterstettener Organisation nutzen.

Die Windenergie könne auch in Bayern ihre Vorteile wie geringer Flächenverbrauch und gute Ergänzung zu Photovoltaik ausspielen und liefere hier beachtliche Stromerträge, heißt es in dem Schreiben der Energiewende. Die 10H-Regel sieht jedoch einen Mindestabstand von Windrädern vom zehnfachen ihrer Höhe zur Wohnbebauung vor. Diese Regel sei vom ehemaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) „willkürlich eingeführt worden“, so die Kritik der Energiewende. Es gebe dafür „keine sachliche Begründung“. Den Anwohnern bringe diese Regelung nach Ansicht der Organisation gar nichts. In einem aufwendigen Genehmigungsverfahren würde unabhängig davon sichergestellt, dass keine Beeinträchtigung durch Lärm oder Schattenwurf entstehe.

Die Energiewende erinnert die beiden Minister jetzt daran, dass sie im Oktober 2017 einen Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag gestellt hätten, in dem sie die Abschaffung der 10H-Regelung forderten. „Nachdem Sie jetzt in der Regierungsverantwortung sind und auch die CSU verstärkt ökologische Themen aufgreifen will, sorgen Sie bitte dafür, dass diese unselige Festlegung des völlig überzogenen Mindestabstandes von Windanlage zur Bebauung endlich gekippt wird und die Genehmigungsdauer wesentlich beschleunigt wird“, so die Forderung. Die Minister könnten von den Kommunen nicht erwarten, dass diese gegen die bayerische Staatsregierung den Bau von Windrädern durchsetzten. Vielmehr sollte die Minister dafür sorgen, dass die Staatsregierung mit den Städten, Landkreisen und Gemeinden bei der dringend notwendigen Energiewende an einem Strang zieht.

Die Energiewende Vatersteten ist eine Vereinigung, die seit über zehn Jahren die Gemeinde berät. Von ihr kam auch der Anstoß zur Gründung einer Energiegegenossenschaft gemeinsam mit der Nachbargemeinde Zorneding, die einige Solaranalgen auf gemeindlichen Dächern betreibt. Die beiden Bürgermeister Reitsberger und Mayr sind Aufsichtsräte in der Genossenschaft.

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