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Zeit fürs Spielen, wie hier am Fluss, ist beim Kinder-Weitwandern immer.  

Vaterstettener Kinder entdecken beim Weitwandern des Alpenvereins ihre Heimat

Etappen voller Abenteuer

Die Abenteuer liegen vor der Haustüre - oder ein bisschen weiter weg. Beim Weitwandern lernen Vaterstettener Kinder ihre Heimat kennen.

Vaterstetten – Verwunschene Pfade und geheimnisvolle Bäche. Halbzeit ist beim Abenteuer-Weitwandern rund um München. Über 100 Kilometer hat eine Gruppe aus bis zu acht Kindern und Jugendlichen aus Vaterstetten und Umgebung bereits geschafft. Neun zusammenhängende Etappen waren das. Rund 80 Kilometer liegen noch vor ihnen. Start war im Mai vergangenen Jahres am S-Bahnhof in Vaterstetten. Ziel ist am 1. Mai diesen Jahres ebenfalls in der Großgemeinde. Organisator Jochen Ebenhoch, der selber mitwandert, ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden und freut sich schon auf die nächsten Etappen. „Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht. Manchmal drückte vielleicht ein Schuh, aber ernsthafte Verletzungen hatten wir nicht.“ Die Veranstaltung läuft über die Sektion Grafing-Ebersberg des Deutschen Alpenvereins.

Ebenhoch organisiert auch Abenteuer-Wandertouren für Erwachsene. Derzeit arbeitet der an einer 1600 Kilometer langen Strecke von Korsika über Sardinien bis Sizilien, abseits der markierten Wege. Einige Etappen hat er gerade mit seinem Sohn Tobias ausprobiert. Mit seiner Frau Gulaim hat Ebenhoch 2010 ein Großprojekt angepackt, eine Wanderung von Deutschland nach Kirgisien, auch alles in Etappen. Angelegt ist das Projekt auf rund zehn Jahre: 8000 Kilometer durch 15 Länder.

Mit seinem Angebot für Kinder will der Vaterstettener Interesse beim Nachwuchs wecken. Denn auch in der unmittelbaren Umgebung gibt es viel zu erkunden. „Natur zeigen, Bäume erklären, Vogelstimmen erkennen und auch Bewusstsein für Gefahren schärfen“, das alles gehöre mit zum Programm, hatte Ebenhoch zu Beginn der Tour erklärt. „Wald und Abenteuer“ werde geboten. Teilstrecken führen unter anderem entlang von Bächen. Es sei jedoch ein sanfter Einstieg. Die Gruppe bewege sich nicht im alpinen Gelände. „Und wenn es einmal zu stark regnet, gehen wir in ein Café und essen Eis.“ Eltern dürften übrigens mitwandern, meint Ebenhoch verschmitzt, „wenn sie konditionell mit ihren Kindern mithalten können“. Ansonsten sollten Mama oder Papa telefonisch erreichbar sein, während ihre Kinder unterwegs sind.

Besondere Erlebnisse waren bei den bisherigen Etappen Übernachtungen im Zelt an der Isar, in einem Familienhotel am Starnberger See und in einer Ferienwohnung in Schöngeising mit Nachtwanderung. Als Nächstes stehen Etappen von Olching nach Dachau, von Dachau nach Oberschleißheim, von Ismaning nach Landsham oder zum Schluss am 1. Mai von Landsham nach Vaterstetten auf dem Programm.

„Das Interesse an derartigen Veranstaltungen steigt, die Gruppe kann aber noch wachsen. Einsteigen ist immer möglich, es müssen auch nicht alle Etappen mitgegangen werden,“ erklärt Ebenhoch. Zuvor gibt es ein Informationsgespräch. Weitwandern gehe nicht mit allen Kindern, so der Organisator. „Ich möchte wissen, wen ich da dabei habe. Für die einen ist es nichts, andere sind begeistert.“ Eine Schnupperstrecke mitzugehen, ist kostenlos.

Wenn im Mai das Ziel erreicht ist, soll jedoch nicht Schluss sein. Ebenhoch plant eine Neuauflage. Das Abenteuer geht weiter.

Kontakt

Informationen unter E-Mail ebenhoch1@yahoo.de oder (01 62) 7 27 53 69

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