Vaterstettener Schule wird deutlich teurer

Vaterstetten - Die vorgeschlagenen Einsparungen könnten unter anderem das geplante Schwimmbad betreffen.

Der Aufschrei ist programmiert. Weil die neue Schule am Vaterstettener Sportzentrum teurer wird als bisher vorgesehen, müssen die Pläne wohl abgespeckt werden. Ein Vorschlag: Beim geplanten Schwimmbad auf eine Bahn verzichten. Das hätte allerdings zur Folge, dass die Anlage für den Schulsport ausreichend ist, aber dann nicht mehr wettbewerbsfähig wäre. Betroffen wäre davon vor allem der örtliche Schwimmverein. Am kommenden Donnerstag wird sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen.

Der Gemeinderat hatte eine Kostenrahmen von 34 Millionen Euro für die neue Schule am Sportzentrum festgelegt. Vom Landkreis Ebersberg kommen zusätzlich zwei Millionen Euro um aus der geplanten Zweifachsporthalle eine Dreifachhalle zu machen. Diese Sportstätte soll auch vom Gymnasium genutzt werden. Zudem wurde beschlossen, einen Hubboden in der Schwimmhalle zu bauen. Kosten: mehr als 300 000 Euro

Aktuelle Berechnungen haben ergeben, dass das Gesamt-Projekt rund 44 Millionen Euro kosten würde. Das bestätigte Bürgermeister Georg Reitsberger auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Grund für die Mehrkosten sei vor allem die Technik, beispielsweise die Lüftung. Man habe nach Einsparmöglichkeiten gesucht, so Reitsberger. Neben einer Bahn weniger beim Schwimmbad könnten auch die Tribünen kleiner werden. Auch könnte auf einige Räume verzichtet werden, bei der Lüftung könnte ebenfalls der Rotstift angesetzt werden.

Damit könnten die Kosten unter 40 Millionen Euro gedrückt werden. Das ist immer noch deutlich mehr als der beschlossene Kostenrahmen, was der Bürgermeister einräumt. Nach Abzug der Zuschüsse und anderer Finanzmittel von außen blieben Kosten für die Gemeinde von rund 30 Millionen Euro.

„Ich fände es sehr schade, wenn wir am Sportzentrum keine wettkampffähiges Schwimmbad bauen“, so Reitsberger. Man habe gerade bei diesem Thema Erwartungen geweckt. „Das tut schon sehr weh.“

Beschlossen sei jedoch noch nichts, betonte der Bürgermeister. Der Gemeinderat werde sich mit dem Thema befassen. Die verschiedenen Vorschläge sollen geprüft werden. Möglicherweise gibt es noch Alternativen. „Vielleicht fällt uns ja noch etwas ein“, so Reitsberger. Er habe noch einige Ideen. „Darüber will ich aber jetzt noch nicht reden.“

Robert Langer

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