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Vor dem Landgericht musste sich ein psychisch kranker Mann für einen grundlosen Angriff auf einen Vaterstettener Bürger verantworten.

Vaterstettener wird von psychisch krankem Mann grundlos angegriffen - Verhandlung vor dem Landgericht

Mit voller Wucht E-Gitarre auf den Kopf geschlagen

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Der Täter leidet unter Schizophrenie. Er griff vollkommen grundlos einen Vaterstettener Mann in dessen Haus an.

Vaterstetten – Er hatte die Gefahr nicht kommen sehen: Philipp Geiger (Namen geändert) saß an jenem Abend im November 2016 im Erdgeschosses seines Vaterstettener Familienhauses an seinem Computer und arbeitete, als der Angriff aus dem Nichts erfolgte – „ohne ersichtlichen Grund und ohne Vorwarnung“ schlug Ralph Müller ihm laut Staatsanwaltschaft mit voller Wucht mit einer E-Gitarre auf den Kopf. Müller war gerade zu Besuch bei den Geigers. Er kannte die Familie schon länger. Das Opfer erlitt eine Schädelprellung – deshalb musste sich Müller am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht verantworten.

Da der junge Mann, unter einer Form der paranoiden Schizophrenie leidet, geht die Anklage davon aus, dass Müller zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb die Zwangseinweisung des Oberbayerns in ein psychiatrisches Krankenhaus beantragt. Müller sei gefährlich für die Allgemeinheit.

Daran, dass Müller zuschlug, hatte auch das Gericht keine Zweifel. Doch geht von dem früheren Studenten tatsächlich noch eine Gefahr aus? Unstrittig ist: Der junge Mann hatte zum Tatzeitpunkt offenbar einen heftigen Krankheitsschub. Doch offenbar hat sich sein Gesundheitszustand seither spürbar verbessert. Der Mann, der in der Folgezeit nach der Tat zumindest teilweise in einer psychiatrischen Klinik lebte, nimmt starke Medikamente. Diese machten ihn zwar müde, wie er auch vor Gericht sagte. Doch sie scheinen auch anderweitig zu wirken. Müller hat seine Aggressionen nun offenbar besser im Griff. Eine Mitarbeiterin einer psychiatrischen Ambulanz zeichnete jedenfalls ein sehr positives Bild des jungen Mannes: Er sei bislang bei seiner Therapie immer sehr zuverlässig und pünktlich gewesen. Labortests hätten bestätigt, dass Müller regelmäßig seine Medikamente nehme. Derzeit macht der junge Mann, der auch studiert hat, eine Fortbildung der Arbeitsagentur. Er soll eine Sozialwohnung beziehen, bewarb sich zuletzt regelmäßig um eine Stelle. Das Gericht folgte der positiven Zukunftsprognose für Müller. Es ordnete zwar die Unterbringung in eine Psychiatrische Klinik an, setzte deren Vollzug aber zur Bewährung aus. Nimmt der Arbeitslose regelmäßig seine Medikamente und wird nicht mehr straffällig, bleibt er auf freiem Fuß. 

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