Verdammt: Der Damm kommt!

Grafing - Der geplante Damm für die Ostumfahrung Grafings wird kommen, nur seine Höhe ist derzeit noch in der Diskussion. Das bestätigte Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau beim zuständigen Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Während der Debatte um das Bürgerbegehren gegen die Ostumfahrung war das Thema eines bis zu vier Meter hohen Damms für die Trasse im Grafinger Osten, Höhe Brandstraße, äußerst umstritten. Olk erklärte nun, der Damm könnte niedriger als bisher vorgesehen werden. Die Verbindung unter der neuen Straße zu den Anliegern müsse jedoch erhalten bleiben. Auf eine exakte Höhe wollte sich Olk nicht festlegen. Klar sei aber auch, dass eine Tieferlegung der Straße wegen des Grundwasserschutzes nicht in Frege komme.

Die Grafinger CSU hatte in einem Beschluss im November 2008 „rechtliche Schritte“ gefordert, sollte die ursprüngliche Planung nicht wesentlich verändert werden. Das betraf auch den Damm. „Wir halten an diesen Forderungen fest“, so CSU-Pressesprecher Thomas Huber gestern auf Anfrage der EZ. Man wolle sich jedoch nicht auf „inoffizielle Zwischennachrichten“ verlassen. Stattdessen fordert die CSU von Bürgermeister Rudolf Heiler (Freie) sobald als möglich eine „seriöse und offizielle Stellungnahme“.

Heiler verweis auf Anfrage der EZ auf ein Gespräch mit Mitarbeitern des Staatlichen Bauamtes Rosenheim im Februar. Der Bürgermeister geht derzeit davon aus, dass der Damm „allenfalls 50 Zentimeter hoch wird“. Die Aussagen Olks wolle er „nicht bewerten“. Die Frage, ob die Stadt gegebenenfalls gegen eine Trasse mit hohem Damm klagen werde, wolle er erst beantworten „wenn ich die Fakten kenne“.

Huber spricht hingegen von „Salamitaktik“. Der Bürgermeister hätte die Ergebnisse des Gesprächs im Februar mit dem Bauamt Rosenheim den Stadträten mitteilen sollen. „Das hätte ich schon erwartet“, so Huber.

Grünen-Stadtrat Heinz Fröhlich verwies auf Anfrage der EZ auf ein Gespräch mit dem Straßenbauamt Rosenheim Mitte April. Ihm sei gesagt worden: „Der Damm ist nicht weg.“ Fröhlich stellt nun auch das Ergebnis des Bürgerentscheides für den Bau der Umfahrung in Frage.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim ist derzeit mit der Tektur der ursprünglichen Planung beschäftigt und bezieht laut Olk alle Einsprüche und Anregungen in die Überlegungen mit ein. Es habe wegen der Anforderungen an das Amt im Rahmen des Konjunkturpakets II Verzögerungen gegeben. Ausgelegt werden sollen die Pläne jetzt noch vor der Sommer. Und vor diesem Termin soll der Grafinger Stadtrat über die Planung informiert werden.

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