Versteigerung für die Tafel: Alles muss raus

Poing - Weihnachtsgeschenke, die nicht gefallen, verstauben meist in Schubladen. Oder aber sie erleben, wie bei der Versteigerung zugunsten der Poinger Tafel, noch eine zweite Karriere.

Manche Geschenke machen erst auf das zweite Mal Freude: Genau dann, wenn sie, erst einmal vom Beschenkten verstoßen, bei einer Versteigerung landen und dort Menschen in Not helfen. Von dieser Überlegung beseelt, warteten am Samstag exakt 121 Gegenstände aller Art in der Aula des Schulzentrums an der Gruber Straße darauf, für einen kleinen Obolus nicht nur neue Besitzer zu finden, sondern auch einer guten Sache zu dienen. Viel zu lachen gab's für die Bieter als Gratiszugabe obendrauf.

"Wenn alles versteigert ist, könnten wir rund 550 Euro erwirtschaftet haben", rechnete Christine Bloch, quirliger Motor der Poinger Tafel, einer Institution für bedürftige Bürger, den rund 40 Besucherinnen und Besuchern vor. Mit dem erzielten Geld, so Bloch, sollen vor allem zur Winterszeit dringend benötigte Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Milchprodukte beschafft werden.

Den launigen Anfang der Versteigerung machte Bürgermeister und Schirmherr Albert Hingerl, der sich Zahlen aus dem Publikum nennen und dann den jeweils gleich markierten Gegenstand geben ließ. Zwar wechselten Harry Potters Zaubertrank und ein Buch über die sinnliche Verführung von Schokolade selbst bei Geringst-Geboten nur zaghaft die Besitzer, auch ein Mini-Buch über Bachblütentropfen (Hingerl: "Gesundheit in der Hosentasche") wurde lange hoch gehalten, bevor jemand mitleidig zugriff.

Co-Auktionator Armin Rösl, bekannt in Poing als zuständiger Lokalredakteur der Ebersberger Zeitung, übernahm schließlich den Job des Bürgermeisters. Ob es um Plüschtiere, Musik-Aufnahmen in allen Variationen oder um Edel-Nippes ging, immer begleitete ein flotter Spruch das Werben um wohltätigen Konsum.

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