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Verwirrung um Booster-Impfung im Landkreis Ebersberg

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Von: Michael Acker

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Durchgang verboten: Ein Warnschild am Eingang der Covid-Station der Kreisklinik Ebersberg.
Durchgang verboten: Ein Warnschild am Eingang der Covid-Station der Kreisklinik Ebersberg. © Stefan ROssmann

Beinahe täglich wird das Waffenarsenal im Corona-Abwehrkampf verändert. Das führt zu massiver Verunsicherung bei den Menschen. Jüngstes Beispiel: die Booster-Impfung.

Landkreis - Sowohl in Arztpraxen im Landkreis Ebersberg als auch im Impfzentrum sorgen die unterschiedlichen Aussagen zum richtigen Zeitpunkt für eine Corona-Auffrischungsimpfung für Probleme. Davon berichtet das Landratsamt Ebersberg nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Die STIKO empfiehlt den Booster sechs Monate nach erfolgter vollständiger Immunisierung. Sie verfolgt dabei u.a. die Strategie, dass die besonders vulnerablen Gruppen so mit den Auffrischungsimpfungen priorisiert versorgt werden. Dabei geht es zum Beispiel um Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben. Aus der Staatsregierung und von verschiedenen Virologen gab es Äußerungen, wonach eine solche Impfung schon nach vier oder fünf Monaten erfolgen könne.

Landratsamt: Arzt übernimmt alleinige Verantwortung

„Ein Arzt, der die vorzeitige Impfung vornimmt, damit gegen die Empfehlung der STIKO handelt, übernimmt dafür die alleinige Verantwortung“, sagt das Landratsamt – das betreffe auch mögliche unerwünschte Nebenwirkungen. „Es lässt sich unschwer nachvollziehen, dass viele Ärzte dazu nicht bereit sind. Derzeit heißt es deshalb in der Regel mit der dritten Impfung abwarten, bis die sechs Monate seit der Zweitimpfung vollständig vorüber sind“, hieß es aus der Kreisbehörde am Dienstag, 16. November

Unterdessen ist der 191. Corona-Tote zu beklagen. Dieser sei dem Gesundheitsamt jetzt gemeldet worden. Der verstorbene Patient wurde in den 1940er Jahren geboren.

Derzeit 17 Covid-Patienten in der Kreisklinik

In der Kreisklinik Ebersberg werden aktuell 17 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Auf der Intensivstation versorgt werden müssen fünf Corona-Patienten, vier von ihnen mit Beatmung.

Ab heute, Mittwoch, ist Poing, Gruber Straße 46b/c der neue Standort der Impfstation, die bisher beim Möbelhaus Segmüller in Parsdorf zu finden war. In der kalten Jahreszeit sind damit die Rahmenbedingungen für Impfwillige und Personal deutlich verbessert. Die Öffnungszeiten bleiben gleich: Montag bis Samstag, 10 Uhr bis 19 Uhr.

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