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So sieht es aus am Fahrradstellpatz an der Südseite des Bahnhofs Baldham.

Bahnhof Baldham

Videokamera gegen Vandalismus

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Baldham Eine Videoüberwachung am Fahrradstellplatz auf der Südseite des Bahnhofs Baldham ist wieder in der Diskussion. Dort wurde des Öfteren Vandalismus festgestellt.

In der Sitzung des Vaterstettener Verkehrsausschusses ging es um die Forderung nach mehr Radlstellplätzen an den Bahnhöfen in der Gemeinde. Die Verwaltung im Rathaus erhielt den Auftrag, eine ganze Reihe von Vorschlägen des örtlichen AK Verkehr zu prüfen. Gemeinderat Josef Mittermeier (SPD) unterstrich die Notwendigkeit der Maßnahmen. Im Rahmen des Mobilitätsforum seien alle Park&Ride-Plätze im Landkreis untersucht worden. Vaterstetten und Baldham hätten dabei nicht besonders gut abgeschnitten, so Mittermeier.

Im Gremium erläuterte SPD-Gemeinderat und Arbeitskreismitglied Jo Neunert die Vorschläge. Er forderte, die Fahrradfreundlichkeit der Kommune im Auge zu behalten. Der geringe Platz an den Bahnhöfen solle besser genutzt werden. Neunert schlägt deshalb Doppelstocklösungen für Radlstellplätze vor. Verschiedene Varianten würden dabei bereits deutschlandweit erfolgreich eingesetzt. Ein gutes Beispiel könne man sich am Bahnhof München Pasing ansehen. Handlungsbedarf sieht Neunert vor allem am Bahnhof Baldham. Auf der Südseite würden Räder vermutlich durch Jugendliche mutwillig beschädigt. „Darüber haben wir schon im Familienausschuss diskutiert.“ Möglicherweise müsse man auch Bereiche abzäunen. „Wir haben noch kein schlüssiges Ergebnis.“

Herbert Uhl (Freie Wähler) berichtete von eigenen „leidvollen“ Erfahrungen. Mehrmals seien ihm dort Räder beschädigt oder sogar gestohlen worden. Die Südseite des Bahnhofs sei „ein beliebter Jugendtreffpunkt“, schlecht einsehbar, „abgelegen und ein bisschen abgeschirmt“. Uhl erneuerte einen früheren Vorschlag, dort eine Videoüberwachung einzurichten. Inzwischen würden ja sogar Wertstoffhöfe videoüberwacht. „Was ich etwas übertrieben finden“, so Uhl. Neunert unterstützte den Vorschlag der Überwachung am Bahnhof. „Das könnten wir mit untersuchen.“

Am Bahnhof Vaterstetten habe sich im Parkhaus die Situation für Autos entspannt, seitdem dort Gebühren verlangt werden, so Neunert. „Jetzt sind dort immer Parkplätze frei.“ Deshalb könne man mindestens drei Autoparkplätze in Stellplätze für Fahrräder umbauen, so der Vorschlag des SPD-Gemeinderats. Damit könne man dann auch gleich etwas für die Zuzügler im neu entstehenden Wohngebiet Nordwest anbieten, um den „motorisierten Individualverkehr zurückzudrängen“.

Das Parkhaus sei zwar Eigentum der Gemeinde, so der zuständige Sachgebietsleiter im Rathaus Vaterstetten, Manfred Weber. Es gebe allerdings einen Betreiber. „Da müssen zunächst die Verträge geprüft werden.“ Außerdem müsse man die Parkplätze für Schwerbehinderte beachten. „Wir werden mit dem Betreiber reden. Weber sprach von einem umfangreichen Prüfauftrag, dessen Bearbeitung nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden könne. Neunert wollte zumindest das Thema Parkhaus vorziehen. Das sei ein wichtiges „Signal für die Bevölkerung“. Der Arbeitskreis Verkehr könne ja helfen, die viele Arbeit bei dieser Anfrage „ein bisschen auf unsere freiwilligen Schultern zu nehmen."

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