Viel Platz für die Betreuung von Kleinkindern bietet die Gemeinde Poing. Die Träger müssen das Personal finden. foto: dz

Viele Krippenplätze - wenig Personal

Poing - In diesem Jahr stockt die Gemeinde Poing die Anzahl der Krippenplätze erneut auf. Mehr Gruppen bedeutet für die Einrichtungen allerdings, dass mehr Personal benötigt wird. Aber das ist nicht so leicht zu finden.

Drei Vereine betreiben in Poing Kinderkrippen (für Kinder bis zu drei Jahren): das Kinderland, das Familienzentrum und der Evangelische Diakonieverein. Sie alle sind personell derzeit gut aufgestellt, sie alle plagt allerdings auch das Problem, qualifiziertes Personal zu finden. "Es ist schwierig, vor allem bei Erzieherinnen", sagt Simone Klein, stellvertretende Vorsitzende des Kinderlandes. "Wir suchen laufend." Nicht nur, weil stets neue Gruppen hinzu kommen, sondern auch während des Betriebsjahres, wenn Erzieherinnen oder Kinderpflegerinnen schwanger werden und in Elternzeit gehen.

Der Markt in München und der Region ist dünn gesät. Die Ausbildung zur Kindererzieherin dauert fünf Jahre, die Bezahlung ist gemessen an der Verantwortung, die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen haben, nicht berauschend - auch angesichts der hohen Kosten für den Lebensunterhalt. "Weil wahnsinnig viele neue Einrichtungen gebaut werden, ist eben auch der Bedarf an Personal groß", sagt Sibille Schröder, Leiterin der beiden Kindertagesstätten des Diakonievereins. Da sei der Markt schnell leer gefegt. "Das Erzieherproblem haben alle Institutionen." Der Diakonieverein ist seit September 2011 Träger der Kinderkrippe an der Kirchheimer Allee, die bereits heuer um zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen aufgestockt wird. Der Betrieb beginnt im September.

Die Personalsuche für die vier neuen Gruppen laufe bereits, berichtet Schröder. "Momentan sieht es nicht so toll aus." Sie setzt ihre Hoffnung allerdings aufs Frühjahr. "Im Mai und Juni sind die Abschlussprüfungen", dann gebe es neue Erzieherinnen. Die dann ab September in Poing zu arbeiten anfangen könnten.

Zusätzliches neues Personal benötigt auch das Kinderland, wenn - ebenfalls im September - die nächste Kinderkrippe mit 65 Plätzen an der Seerosenstraße an den Start gehen wird. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins setzt ebenfalls auf die künftigen neuen Erzieherinnen, die im Frühjahr ihre Ausbildung beenden. "Wir sind zuversichtlich", sagt Simone Klein.

von Armin Rösl

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