„Das Kino kommt Mitte oder Ende des Jahres“: Davon ist die Parsdorfer Kartenlegerin Eveline Neumann überzeugt. Die Befürworter des Projektes würden sich freuen.

Vorhersagen aus den Karten: Beim Kino daneben

Parsdorf - Vor genau einem Jahr war die Ebersberger Zeitung zu Besuch bei Eveline Neumann. Über 45 Jahre beschäftigt sich die Parsdorferin schon mit Numerologie und Kartenlegen. Wir wollten seinerzeit von Eveline Neumann wissen, was das Jahr 2010 für die Gemeinde Vaterstetten bereithält. Jetzt, ein Jahr später, fragten wir erneut nach.

„Das Kino kommt, davon bin ich überzeugt. Es kann allerdings Anfang 2011 werden“, sagte uns die Kartenseherin damals. Fakt ist: Die Gemeindekassen sind leer, ein Kino in Baldham nicht in Sicht. Doch Neumann ist jetzt überzeugt: „Das Kino kommt Mitte oder Ende des Jahres. Die Nachfrage ist groß.“ Fakt ist: Nach aktuellem Stand könnte es ja möglicherweise mit der Umgestaltung des Zentrums in Vater-stetten ein Kino geben. Das könnte ein Investor bauen.

Thema Bürgersaal? Schon Ende 2009 meinte Neumann: „Der kommt die nächsten drei Jahre auf keinen Fall.“ Dazu steht sie auch heute. Fakt ist: Zwar wurde 2010 viel über die Neuplanung des Rathausumfeldes in Vater-stetten diskutiert, gar ein Abriss des alten Rathauses in Erwägung gezogen und in diesem Zusammenhang auch viel über einen möglichen Bürgersaal gesprochen. Der Gemeinderat beschloss eine europaweite Auschreibung im Dialogverfahren. Mit einem Einkaufszentrum könnte auch ein Bürgersaal kommen.

Beim Thema Solarpark ist derzeit wenig Konkretes zu hören. Die Seherin hatte 2009 noch prognostizierte: „Der wird realisiert. Die Gemeinde wird feststellen, dass der Solarpark wichtiger ist als ein Bürgersaal. Ich sehe aber noch kein konkretes Datum.“ Das sieht in der Rathausverwaltung auch niemand. Und Eveline Neumann betont jetzt: „Der Solarpark bleibt in der Schublade, weil kein Geld da ist.“

Geothermie? „Da sehe ich gar nichts“, meinte Neumann 2009. Ein heftiges Thema war die Geothermie 2010 kaum noch, es wurde ruhig weiter entwickelt. „Da tut sich auch die nächsten vier, fünf Jahre nichts“, ist Neumann überzeugt. Fakt ist: Wie bei allen anderen Projekten gilt auch hier: Es fehlt am Geld. Aber: Ein tragfähiges Konzept soll bis Ende 2011 vorliegen. Diese „Deadline“ hat sich die Kommune selbst vorgegeben.

Lebhaft wird die Seherin bei den großen Politikthemen wie der Eurokrise. 2009 hatte sie vorhergesagt: „Die Finanzkrise ist bei uns noch gar nicht richtig angekommen, das dicke Ende kommt erst noch. Der Euro bleibt nicht. Etwa 2012/2013 kommt es zu einer Währungsinflation.“ Tatsächlich wird derzeit viel über die Zukunft des Euro spekuliert und Neumann bekräftigt: „Das habe ich mit meinen Karten ausgelegt, davon bin ich überzeugt. Dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht, ist Augenwischerei. Die USA sind doch auch pleite, in der Eurozone wird nach Griechenland, Spanien und Irland auch Portugal bankrott gehen. Die Versprechen der Politik sind nicht mehr zu halten. Schon Ende 2011 wird sich die Währungsreform abzeichnen.“ Fakt ist allerdings: Dass es bei so vielen EU-Ländern mit so unterschiedlichen Ansichten zur Wirtschaft und Überschuldung zu Problemen kommen würde, wird seit Jahren immer wieder befürchtet. Zum Abschluss konnte Neumann nach all den düsteren Prognosen doch noch Positives verkünden: „An und für sich wird 2011 ein gutes Jahr, gerade wegen der vielen Neuanfänge.“ Mit der Numerologie, erklärte sie, könne man da viel voraussehen. se/lan

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