Er sitzt in U-Haft: Audi-Chef Stadler festgenommen

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Metzgereimeister Otto Bauer aus Emmering und die Landmetzgerei Gassner aus Griesstätt liefert fürs Derby eine spezielle Bockwurst nach dem Originalrezept aus dem Grünwalder Stadion. Foto: Jürgen ROssmann

Wahnsinns-Derby: Hier geht's nicht nur um die Wurst

Aßling - Eine Stimmung, als wenn Borussia Dortmund gegen Schalke 04 spielte, oder Celtic Glasgow gegen die Glasgow Rangers. Oder wie früher der junge FC Bayern gegen den Traditionsverein 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße. Da flogen die Fetzen, aber vorher gab’s für die Fans eine spezielle Derbywurst als „Unterlage“.

Diese Wurst gibt es jetzt wieder. Und auch bei einem Derby. Aber eben im Landkreis Ebersberg - wenn am Sonntag, 15. April, der TSV Emmering im A-Klassen-Heimspiel gegen den Erzrivalen TSV Aßling antritt (Beginn 15 Uhr).

Die „Derby-Wurst“ hat der Emmeringer Metzger Otto Bauer (56) kreiert. „Das Rezept wird natürlich nicht verraten“, sagt er. Nur so viel: „Es ist eine Bockwurst nach dem Originalrezept aus dem Grünwalder Stadion.“ Hergestellt hat Bauer sie in der Landmetzgerei Gassner in Griesstätt, wo er auch arbeitet. „Da haben wir die Wurst ganz normal in unserem Programm drin.“ Bauer ist Technischer Leiter des TSV Emmering.

Die Rivalität zwischen den Ortschaften Emmering und Aßling ist sprichwörtlich, auch wenn der Emmeringer Bürgermeister Max Maier moderierend sagt: „So schlimm wie das früher war, ist es nicht mehr.“

Früher, da haben die Emmeringer die Aßlinger als „Mondscheinfanger“ betitelt, und die wiederum haben sich für diese Frechheit damit bedankt, dass die Bewohner aus dem Nachbarort nicht mal eine eigene Bezeichnung verdienten. Es waren bloß „die Druntern“.

Aneinandergekettet sind die Ortschaften seit der Gebietsreform, aus der eine Verwaltungsgemeinschaft Aßling hervorgegangen ist, die nach Ansicht nicht weniger auch Verwaltungsgemeinschaft Emmering hätte heißen können. „Die Jungen sehen das lockerer“, sagt Maier. Gerade im Bereich Fußball herrsche ein reger Austausch zwischen den beiden Kommunen.

Bürgermeister Maier ist in seiner Jugend selbst für den TSV Emmering aufgelaufen, während Aßlings Rathauschef Werner Lampl für seinen Heimatverein zwischen den Pfosten stand. Im umfangreichen Rahmenprogramm des Derbys sollen die beiden im Elfmeterschießen gegeneinander antreten.

„Ich hab gar keine Fußballschuhe mehr“, sagt Maier. Und Aßlings Rathauschef ist froh, dass er nicht im Fußballdress antreten muss. „Der würde mir nicht mehr passen“, sagt er. An Fußballerfahrung hat Lampl viel vorzuweisen. Während beim Emmeringer Kollegen in der Jugend schon Schluss war, hat der Aßlinger im Alter von sechs Jahren begonnen, bis zum 30. Lebensjahr aktiv am Ligabetrieb teilgenommen „und danach noch in der AH gespielt.“

Im Team Pfarrbachä (Emmering) gegen Team Büchsenberg (Aßling) mit Feldreporter Armin Fischer treten auch Pfarrer Brandl gegen Pater John, die Kramerin Maria Niggl gegen den Rewe-Chef Martin Gruber und die Vereinswirte Paul Bichler gegen Erich Hilscher an.

Mit der Aktion „500plus“ des TSV Emmering sollen mehr als ein halbes Tausend Besucher mobilisiert werden. Für die Verpflegung der beiden Fanlager wird gesorgt mit Derbywurst, Pommes, Kaffee, Kuchen und Getränken.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits. Eintrittskarten sind erhältlich bei der Kramerin in Emmering, bei der Bäckerei Mayr in Aßling, der Metzgerei Otto Bauer, und im Bahnhofskiosk im Stellwerk Aßling.

Inwischen sind schon 162 Eintrittskarten verkauft worden.

Von Michael Seeholzer

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